Von wegen besinnlicher Advent – die Kölner Haie sind derzeit ein wahrer Chaos-Klub.
Und zwar auf allen Ebenen. Die Spieler attackieren sich gegenseitig, Trainer Igor Pavlov ist angezählt, und der verantwortliche Manager Rodion Pauels sagt nach seiner Wochenend-Analyse: „Es wird keinerlei Konsequenzen geben.“
Doch jetzt soll endlich Hilfe von einem Eishockey-Fachmann kommen. Haie-Legende Udo Kießling (56, sechs Mal Meister mit dem KEC) greift ein. Er redet mit den Spielern und wird von Geschäftsführer Thomas Eichin um Rat gefragt. Meistert Kießling die Haie-Krise?
Der Ex-Verteidiger arbeitet beim neuen Haie-Gesellschafter Volker Heinen, sah in dieser Saison fast jedes Heimspiel. Er sagt: „Ich stelle hier vieles infrage. Was hier über Jahrzehnte aufgebaut wurde, verliert man jetzt in kürzester Zeit. Und die Eishockey-Fans sind nicht so schmerzfrei wie die FC-Fans. Geht das so weiter, spielt man bald vor dem leeren Unterrang.“
Die Investoren machen Druck, wollen Kießling fest im Klub als eine Art Sportdirektor mit intensivem Kontakt zur Manschaft verankern. Gesellschafter Ralf Pape: „Sein Name ist eine Nummer im Eishockey. Wenn er helfen kann, gerne und sofort.“ Manager Rodion Pauels redet derweil intern auf Trainer Pavlov ein, er solle Taktik und Ansprache ändern.
Pavlov lässt das kalt: „Ich lasse mir nicht reinreden. Ich mache mein Ding. Aber ich weiß, dass mir nur Siege helfen.“ Heißt: Am Dienstag (19.30 Uhr LanxessArena) muss gegen Hannover gewonnen werden, sonst ist er weg. Doch was will der Trainer ändern, um seine Chaos-Truppe wieder flottzubekommen?
Kapitän Mirko Lüdemann fordert hartes Durchgreifen gegen Mitspieler: „Es muss für einige Egoisten Konsequenzen geben.“ Er nennt keine Namen – gemeint sein dürften Stürmer wie Ciernik, Bartek oder Jaspers, die sich kaum um die Defensive scheren. Ob Pavlov sie Dienstag draußen lässt?
Haie angeln sich Slowenen-Star
Die Kaderplanung für die neue Saison ist bei den Haien bereits in vollem Gange: Die jüngste Verpflichtung der Kölner heißt Rok Ticar und ist Nationalspieler in Slowenien.
DEG ist gerettet und beantragt DEL-Lizenz
„Das ist ein toller Tag. Vor fast fünf Monaten hatten wir damit nicht gerechnet. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp.
Red Bull verleiht der Eishockey-Liga Flügel
Der EHC München war mausetot. München schien als Standort für eine Eishockey-Mannschaft nicht zu taugen. Die Lizenz sollte an einen anderen Standort vergeben werden. Doch jetzt wird alles gut, denn ein neuer Hauptsponsor ist gefunden.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||