Empfehlen | Drucken | Kontakt26.02.2010 - 18:37 Uhr

Rettung naht: Haie auf dem Weg aus dem Tal

Von ARNO SCHMITZ
Stadtkämmerer Dr. Norbert Walter-Borjans, Oberbürgermeister Jürgen Roters  und Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin (v.l.)
Stadtkämmerer Dr. Norbert Walter-Borjans, Oberbürgermeister Jürgen Roters und Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin (v.l.)
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Rettet die Haie. Noch möglich oder nicht? Willensbekundungen von allen Seiten lassen Geschäftsführer Thoma Eichin wieder etwas optimistischer in die nächsten Tage, Wochen und Monate blicken.

Freitagmittag verließ er frischen Mutes das Kölner Rathaus, wo ihm OB Jürgen Roters glaubhaft das Gefühl vermitteln konnte, dass die Stadt ihn im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit voller Kraft unterstützen werde. „Wir werden alles daransetzen, die Zukunft der Kölner Haie auch langfristig zu sichern“, versprach der Oberbürgermeister: „Zunächst ist kurzfristige finanzielle Hilfe nötig, um die Liquidität und den Spielbetrieb bis zum Saisonende zu sichern. Dazu haben wir bereits unsere guten Kontakt in die Kölner Wirtschaft und die der Region genutzt und werden das auch weiter tun.“

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Und auch die kleinen Aktionen von Fans und Sponsoren geben dem Klub neuen Mut. Retter-Shirt, Haie-Party in der Wiener Steffi, Fan-Fonds zur Rettung des Klubs,kurzfristige Sponsoren-Hilfen. Die Haie atmen noch , wollen in die Playoffs und die neue Saison - doch das ist noch viel Arbeit.

OB Roters verspricht volle Rückendeckung für die klammen Kölner

Von halb neun bis kurz vor halb elf wurde Freitagvormittag im Rathaus getagt. Wie sind die Haie zu retten? Mit am Tisch im Amtszimmer des OB waren neben Jürgen Roters sein Stadtkämmerer Norbert Walter-Borjans (SPD) sowie Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin und der langjährige Mäzen Heinz-Hermann Göttsch. Das Ergebnis: Gefühlt gut - faktisch nicht greifbar.

„Ich gehe aus diesem Gespräch mit einem Gefühl, dass ich in den letzten zehn Jahren hier nie hatte“, versprühte Eichin neuen Optimismus: „Mit Herrn Göttsch habe ich die letzten Jahre skizziert, ich denke, die Stadt ist sich jetzt des Problems wirklich bewusst.“

Deshalb sagt Eichin. „Nach der heutigen Rückmeldung habe ich jetzt durchaus noch Möglichkeiten, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, ohne dafür als Geschäftsführer in die Bredouille zu kommen.“

Der sofortige Gang zum Insolvenzgericht ist abgewendet – doch schon nächste Woche müssen aus Absichtserklärungen Fakten geschaffen werden.

OB Roters betonte „den großen Willen, diesen Klub, der die Sportgeschichte über Jahrzehnte geprägt hat, zu erhalten.“ Konkrete Lösungen oder gar Garantien konnte er freilich nicht anbieten. „Es laufen Gespräche, um den Spielbetrieb zunächst kurzfristig zu sichern“, versprach er, um gleich zu betonen: „Aber wir brauchen danach auch langfristige Lösungen.“

Kurzfristig will die Stadt helfen, Geldgeber zu akquirieren, langfristiger Kernpunkt ist die Senkung der Kosten fürs Traininsgszentrum, dass den Klub jährlich 500.000 Euro Miete kostet. Ob Roters den Haien dort direkt oder indirekt wirklich zur Seite springen kann?

Was habt IHR zur Haie-Krise zu sagen - mitreden unter facebook.com/express.de

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