Köln - Wenn am Donnerstag bei der Gesellschafter-Versammlung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Lizenzen vergeben werden, dürften einige Herren gehörige Bauchschmerzen haben.
Allen voran Thomas Eichin, Geschäftsführer der Kölner Haie.Nach EXPRESS-Informationen erhält der KEC zwar die Lizenz - aber nur mit hohen Auflagen. Demnach hat der Klub noch nichtmal die alte Saison bezahlt - wie soll er dann die neue finanziell stemmen?
In der vergangenen Saison wurden angeblich Schulden in Höhe von gut 1,5 Millionen Euro angehäuft. Wie es heißt, warten immer noch Ex-Spieler, Dienstleister und Bekleidungslieferanten auf ihr Geld. Teilweise ist es schwierig, das Tagesgeschäft aufrecht zu halten. Problematisch: Mit Ivan Ciernik, Lars Weibel, Jason Jaspers oder Martin Bartek wurden schon einige Top-Verdiener für die neue Saison verpflichtet.
Dabei hat Eichin bisher noch keine Einigung mit den Banken erzielt. Der Klub erhält keinen Kredit, um die Altlasten vorerst vom Tisch zu bekommen. Und Mäzen Heinz Hermann Göttsch (Immobilienbranche) kann aufgrund der Wirschaftskrise finanziell auch nicht wie in den Jahren zuvor einspringen. Eichin: „Ich gehe davon aus, dass wir die Lizenz erhalten. Wir erleben harte Zeiten, kämpfen rund um die Uhr.“
Die Auflagen der DEL dürften knallhart sein. Die Haie müssen während der Saison immer wieder Liquiditätsnachweise liefern und sollten schnellstens neue Geldgeber präsentieren können. Im Hintergrund warten weiterhin zehn potenzielle In vestoren, um mit jeweils 200.000 € beim KEC einsteigen zu können.
Darunter auch der Duisburger Ralf Pape: „Wir warten auf Grünes Licht aus Köln. Die Altlasten müssen vom Tisch, sonst kommt Sand ins Getriebe. Es ist allerhöchste Zeit.“ Bekommt der KEC keinen Kredit, droht trotz Lizenz im Winter das Aus.
DEG-Zukunft: Walters wichtigste Woche
Manager Walter Köberle hat viel zu tun: Nach den zahllosen Abgängen muss er die neue Truppe für die kommende Saison aufstellen. Die Personalie Ben Gordon steht dabei ganz oben auf der Agenda.
Samba-Party für die DEG-Sieger
„Wir sind stolz auf unser Team, Halleluja“, sang die riesige Düsseldorfer Fan-Kolonie nach der Schluss-Sirene, feierte fröhlich den hauchdünnen 3:2-Sieg ihrer Lieblinge bei den Icetigers.
DEG: Von Krefeld wieder böse verprügelt
„Das tut richtig weh“, muss Kapitän Daniel Kreutzer zugeben. Vor allem den einzigen echten Düsseldorfer im DEG-Team schmerzen die Pleiten in den Prestige-Duellen mit den Nachbarn ganz besonders.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 138:108 | 80 | ||
| 2 | Adler Mannheim | 142:120 | 77 | ||
| 3 | Wolfsburg | 144:98 | 76 | ||
| 4 | ERC Ingolstadt | 135:118 | 76 | ||
| 5 | Straubing Tigers | 133:118 | 70 | ||
| 6 | Hamburg Freezers | 112:117 | 65 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 133:140 | 64 | ||
| 8 | EHC München | 102:103 | 61 | ||
| 9 | Kölner Haie | 107:116 | 61 | ||
| 10 | Augsburger Panther | 104:108 | 60 | ||
| 11 | Krefeld Pinguine | 109:125 | 59 | ||
| 12 | Iserlohn Roosters | 117:135 | 59 | ||
| 13 | Nürnberg | 96:131 | 41 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 94:129 | 39 | ||