Köln - Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin läuft die Zeit weg. Er wirkt schon ein wenig nervös, wenn er über die Altlasten des KEC redet. Eine Millionen Euro hat der Klub an Schulden in der vergangenen Saison angehäuft. Die meisten Einbußen resultieren aus dem dramatischen Zuschauereinbruch (2000 weniger pro Heimspiel).
Seit Wochen basteln Hauptgesellschafter Heinz-Hermann Göttsch und sein Team an einer Umschuldung. Denn nur wenn die Verbindlichkeiten aus den Vereins-Büchern verschwinden, steigen zehn neue Investoren mit jeweils 200.000 Euro Kapital ein. Mit dann zwei Millionen Euro frischem Geld stünde der KEC besser da als je zuvor und wäre für die nächsten Jahre sehr gut gewappnet - auch für unerwünschte sportliche Krisen. Eichin: „Die Gespräche mit den Banken laufen, aber es zieht sich wie Kaugummi.“ Das Problem: Am 31. Mai müssen alle Unterlagen für die Lizensierung in der DEL bei einer Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorliegen. Aufgrund der angespannten Lage auf dem Finanzmarkt dauern die Prüfungen bei der angedachten Umschuldung aber sehr lange. Eichin: „Alle sind vorsichtiger geworden.“
Und was passiert, wenn die Umschuldung scheitert? Eichin: „Die eine Millionen müssen vom Tisch, sonst kommen wir keinen Schritt weiter. Diese Woche muss etwas passieren, sonst werden wir eine andere Lösung finden müssen.“ Und die wäre alles andere als rosig.
Etat schrumpft auf 7,5 Mio €
Die Kölner Haie hatten in der vergangenen Saison einen Etat von 8,5 Millionen Euro. Der wird in der neuen Saison auf 7,5 Millionen Euro schrumpfen.
Mit Torjäger Ivan Ciernik hat der Klub einen absoluten Top-Star zurückgeholt. Doch die Haie setzen verstärkt auf eigene Nachwuchsspieler. Als neuer Trainer wurde Igor Pavlov verpflichtet, der ein Händchen für Talente hat. Bisher hat der KEC knapp 3700 Dauerkarten verkauft. Vor der letzten Saison waren es 5500. Saisonstart ist Anfang September.
Haie angeln sich Slowenen-Star
Die Kaderplanung für die neue Saison ist bei den Haien bereits in vollem Gange: Die jüngste Verpflichtung der Kölner heißt Rok Ticar und ist Nationalspieler in Slowenien.
DEG ist gerettet und beantragt DEL-Lizenz
„Das ist ein toller Tag. Vor fast fünf Monaten hatten wir damit nicht gerechnet. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp.
Red Bull verleiht der Eishockey-Liga Flügel
Der EHC München war mausetot. München schien als Standort für eine Eishockey-Mannschaft nicht zu taugen. Die Lizenz sollte an einen anderen Standort vergeben werden. Doch jetzt wird alles gut, denn ein neuer Hauptsponsor ist gefunden.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||