Empfehlen | Drucken | Kontakt08.03.2010 - 18:36 Uhr

Geschäftsstelle: Job-Angst im Herz der Haie

Von UWE BÖDEKER und STEFAN SCHAFFNER
Rettet die Haie!
Rettet die Haie!
Foto: www.haie.de
Köln –  

Der Geschäftsführer der Kölner Haie, Thomas Eichin, sieht in der derzeitigen Krise des Klubs auch eine große Chance.

Denn nun sei die Chance da, „den Kostenapparat drastisch auszudünnen“. Job-Angst im Herzen der Haie.

Immerhin arbeiten auf der Geschäftsstelle des KEC 19 Mitarbeiter, es ist die größte Geschäftsstelle der Deutschen Eishockey-Liga. Jetzt soll der Verwaltungs-Wasserkopf des KEC platzen.

Schon vor zwei Jahren haben die Bosse der Lanxess-Arena den Vorschlag unterbreitet, Verwaltungsaufgaben mit ihrem vorhandenen Personal zu übernehmen. Doch das lehnten die Haie bisher immer ab.

Nun lenkt Eichin in der Krise ein. Dabei geht es neben den Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle auch um seinen Job. Würden die Verwaltungsaufgaben von der Arena übernommen, könnte der KEC im Etat (insgesamt 9 Millionen Euro) bis zu einer Million Euro sparen.

Allein Eichin verdient als Geschäftsführer geschätzte 180.000 Euro (Vertrag bis 2013). Mit dem sportlichen Niedergang der letzten beiden Jahre will er nichts zu tun haben: „Ich bin nicht für alles verantwortlich.“

Falls nun die Haie-Gesellschafter um Ralf Pape entscheiden, in Zukunft bei den Verwaltungsaufgaben ganz eng mit der Arena zusammenzuarbeiten, könnte die Arena auch den Geschäftsführer für die außersportlichen Dinge wie Finanzen, Marketing und Ticketverkauf stellen.

Das sportliche Management mit Bill Stewart an der Spitze bliebe von den Einsparungen unberührt. Pape sagt auf EXPRESS-Anfrage: „Ich will mich momentan zu all diesen Dingen nicht öffentlich äußern.“ Die Arena wartet nun ihrerseits darauf, dass die Haie auf sie zukommen.

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