Die Hamburger Micky-Maus-Truppe von Trainer Paul Gardner (coachte auch am Freitag wieder in Comic-Krawatte) zu Besuch in der Kölner Schießbude von Igor Pavlov.
Das musste ja heiter werden. Wurde es auch – aber leider nur aus Hamburger Sicht. Die als Vorletzter angereisten Freezers zerschossen die Krisen-Haie mit 8:4 und zogen somit nach Punkten sogar gleich.
Hailigs Blechle! 27 Gegentore in den letzten vier Spielen, das ist mit den Ausfällen von zwei Top-Kräften wie Lüdemann und Ullmann nicht zu erklären. „Nicht Hamburg hat uns geschlagen, wir haben uns selbst geschlagen“, meinte Routinier Andi Renz nach der Schlusssirene völlig zurecht: „Nur mit ehrlicher Arbeit können wir die Fans jetzt zurück gewinnen.“
Die blieben trotz der erneuten Chaos-Leistung erstaunlich lange ruhig, ließen erst gegen Ende ihrem Frust freien Lauf und verhöhnten mal wieder das eigene Team: „Wir singen Schießbuden-Haie…!“
Nach dem Spiel kam es in der Kabine zum spontanen Krisen-Gipfel, Pavlov erschien erst nach einer halben Stunde zur Pressekonferenz. Nur der verletzte Kapitän Mirko Lüdemann saß teilnahmslos vor der Kabine. Auch nach der Partie gaben die Haie ein chaotisches Bild ab.
Pavlov kündigte dann an, dass er einige Stars demnächst auf der Bank sitzen werden: „Wir werden vielleicht mit drei Reihen spielen.“ Schlechter kann es ja nicht werden...
Absolut Comic-reif, was die Haie trotz 2:0-Führung im Mitteldrittel mal wieder aufs Eis „zauberten“, nur leider nicht lustig. Innerhalb von 92 Sekunden wurde die Führung hergeschenkt.
Die Kölner Schießbude zerfiel mal wieder in alle Einzelteile. Nach diesem erneuten Offenbarungseid steht der gesamte Klub von der Geschäftsführung über den Trainer bis zu jedem einzelnen Spieler auf dem Prüfstand. Aber wer soll den Laden jetzt wieder flott machen?
Haie angeln sich Slowenen-Star
Die Kaderplanung für die neue Saison ist bei den Haien bereits in vollem Gange: Die jüngste Verpflichtung der Kölner heißt Rok Ticar und ist Nationalspieler in Slowenien.
DEG ist gerettet und beantragt DEL-Lizenz
„Das ist ein toller Tag. Vor fast fünf Monaten hatten wir damit nicht gerechnet. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp.
Red Bull verleiht der Eishockey-Liga Flügel
Der EHC München war mausetot. München schien als Standort für eine Eishockey-Mannschaft nicht zu taugen. Die Lizenz sollte an einen anderen Standort vergeben werden. Doch jetzt wird alles gut, denn ein neuer Hauptsponsor ist gefunden.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||