Empfehlen | Drucken | Kontakt30.03.2009 - 00:00 Uhr

Haie-Trainer gesucht: Nikol ist der Schlüssel zu Hadamczik

Von UWE BÖDEKER
Bald in Köln? Alois Hadamczik zögert noch.
Bald in Köln? Alois Hadamczik zögert noch.
Foto: dpa

Köln - Die Verpflichtung vom tschechischen Star-Trainer Alois Hadamczik (56) wird nun zur absoluten Zitterpartie für die Kölner Haie.

Bis Mittwoch will sich der Trainer entscheiden, ob er dem KEC eine Zu- oder Absage gibt. Das Zünglein an der Waage könnte seine Tochter Nikol sein. Hadamczik würde sie gerne mit nach Köln nehmen und mit ihr gleich ihren Freund, den tschechischen Star-Verteidiger Michal Barinka (24).

Doch der ehemalige NHL-Spieler (Chicago) hat auch Top-Angebote aus Russland. Dass er einen Vertrag bei den Haien unterschreibt ist mehr als fraglich.

Hadamczik hat jedoch im EXPRESS-Interview betont, dass er nur nach Köln kommt, wenn er entsprechende Verstärkungen bekommt - am liebsten seinen Schwiegersohn. Die Frage ist: Kann Nikol ihren Freund davon überzeugen mit dem Papa nach Köln zu gehen, oder rät sie ihm, in Russland anzuheuern? Kölns Manager Rodion Pauels weiß, dass er alles geben muss: „Ein Trainer will natürlich immer das Optimum, die besten und teuersten Spieler. Wir sind täglich in Kontakt. Alois will hier Erfolge feiern, aber er weiß auch, dass wir unsere finanziellen Grenzen haben.“

Doch im Poker mit den Haien will Hadamczik natürlich das beste für seinen Schwiegersohn und Tochter Nikol herausholen. Und aus Tschechien sickern weitere Spielernamen durch, die Hadamczik unbedingt mitbringen will: Torhüter Marek Schwarz (23), gedraftet von NHL-Klub St. Louis Blues oder Top-Stürmer Vazlav Varada (33; 580 NHL-Spiele). Fakt ist: Die Haie müssen an ihre finanziellen Grenzen gehen, um Hadamcziks Forderungen erfüllen zu können. Bis Mittwoch will sich der Coach dann entschieden haben, ob er nach Köln kommt oder nicht.

Im Hintergrund verhandelt der KEC weiterhin mit B-Kandidaten für den Trainerposten, falls der Hadamczik-Coup tatsächlich scheitern sollte. Eine Absage des Tschechen würde den Klub jedoch ins Mark treffen, denn KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin und Manager Rodion Pauels haben ihn als absoluten Nummer-1-Trainer ausgerufen.

Im Vorfeld hat Pauels viel investiert, um Hadamczik zu locken. Er reiste nach Tschechien und lud Hadamczik zu einem Besuch nach Köln ein. Er sagt: „Jetzt ist der Ball ganz klar bei Hadamczik.“

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