Empfehlen | Drucken | Kontakt02.09.2009 - 00:00 Uhr

Große Vorfreude: Das haiße Torwart-Duell

Von UWE BÖDEKER
Zwei Torhüter-Generationen, ein Klub, ein Ziel: Lars Weibel (l.) und Stefan Vajs (m.) wollen sooft es geht, spielen.
Zwei Torhüter-Generationen, ein Klub, ein Ziel: Lars Weibel (l.) und Stefan Vajs (m.) wollen sooft es geht, spielen.
Foto: Bucco

Köln – Als Haie-Manager Rodion Pauels vor einigen Wochen mit Lars Weibel (35) einen Torhüter aus der starken Schweizer Liga präsentieren konnte, horchte die Liga-Konkurrenz auf und klatschte Beifall.

Der 44-fache National-Goalie der Eidgenossen sollte die klare Nummer 1 im Haie-Tor werden. Doch nach der Vorbereitung ist nichts mehr so klar. Trainer Igor Pavlov feuert den Konkurrenzkampf mächtig an. Das haiße Torwart-Duell. Der Trainer sagt: „Für mich ist Torwart Stefan Vajs der absolute Gewinner der Vorbereitung. Von der Oberliga ins DEL-Team ist ein großer Schritt, er hat ihn beeindruckend gemeistert. Weibel spielt zwar als Nummer 1, aber Vajs wird auch viel Eiszeit bekommen. Er spielt, so oft es geht.“

Rumms! Der 21-Jährige Bonner Vajs mit der Förderlizenz aus dem eigenen Haie-Nachwuchs ist plötzlich ganz dick im Geschäft. Und er ist selbstbewusst: „Der Sprung in den Profi-Kader war ein riesiger Schritt für mich. Ich wollte eine gute Vorbereitung spielen, das ist mir wohl gelungen. Weibel wird natürlich die Nummer 1 sein, aber ich gebe mich als Nummer 2 nicht zufrieden. Wenn ich damit nämlich zufrieden wäre, könnte ich die Schlittschuhe gleich an den Nagel hängen. Doch das habe ich nicht vor.“

Beide Keeper haben ein hervorragendes Verhältnis zueinander. Vajs: „Weibel ist eine Persönlichkeit, er hilft mir sehr viel und wir sprechen vieles ab, aber Konkurrenzkampf gehört dazu.“

Weibel sieht das ähnlich und kämpft: „Vajs hat teilweise von meiner mittlerweile komplett ausgeheilten Fingerverletzung profitiert. Er hat dann sehr gut gespielt in der Vorbereitung und man merkt, dass er ein großes Talent ist. Aber ich bin nicht hierher gekommen, um nicht zu spielen. Ich muss mich nicht verstecken und gebe immer mein Bestes.“

Zwei Torhüter, ein Ziel - Trainer Pavlov reibt sich die Hände, denn er weiß, dass er sich auf beide verlassen kann.

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