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Folgen der Olympia-Schande: Weniger Geld, Altstars fordern Rücktritte, Ösis lästern

Frust pur über das Olympia-Aus bei den deutschen Eishockey-Nationalspielern Felix Schütz, Brett Festerling, Marcus Kink und Jens Baxmann (v.l.) in Bietigheim.
Frust pur über das Olympia-Aus bei den deutschen Eishockey-Nationalspielern Felix Schütz, Brett Festerling, Marcus Kink und Jens Baxmann (v.l.) in Bietigheim.
 Foto: Getty Images
Bietigheim –  

Hohn und Spott für unsere Eishockey-Versager! Österreichs Presse kann sich einen Vergleich mit Cordoba 1978 (bei der Fußball-WM scheiterte Deutschland mit 2:3) nicht verkneifen.

Die Kronenzeitung (Wien) schwärmt: „Seit gestern ist Bietigheim wirklich das Cordoba in Österreichs Eishockey, Markus Peitner so etwas wie Hans Krankl 1978.“

In Deutschland hingegen stellen sich Fragen nach der Zukunft der ganzen Sportart.

Was passiert mit Trainer Pat Cortina (48), der erstmals überhaupt die Olympiateilnahme verpasste?

„Es geht mit ihm weiter“, sagt Verbands-Chef Uwe Harnos (52). Italo-Kanadier Cortina schiebt die Schuld auf Vorgänger Jakob Kölliker (59), der bei der WM 2012 die direkte Quali verspielte.

Cortina: „Wenn wir in der Weltrangliste besser dagestanden hätten, dann hätten wir uns diese Qualifikation ersparen können.“ Auch das ist ein Offenbarungseid des neuen Coaches, denn unabhängig vom Abschneiden seines Vorgängers hätte er gegen so große Eishockey-Nationen wie die Niederlande, Italien und Österreich nicht ausscheiden dürfen.

Ex-Bundestrainer Hans Zach (63) lästert: „Der Verband hätte mich wieder als Bundestrainer haben können. Er hat mit mir verhandelt, sich aber anders entschieden. Jetzt müssen die Entscheidungsträger die Verantwortung übernehmen.“

Zieht DEB-Präsident Uwe Harnos (52) endlich persönliche Konsequenzen?

Harnos gibt keine Erklärung über die Wahl 2014 ab. „Bis dahin ist es noch ein Jahr. Da kann viel passieren.“ Alt-Nationalspieler wie Uli Hiemer (50), Walter Köberle (64) oder Alois Schloder (65) (s. rechts) fordern indes Harnos’ Rücktritt. Harnos weigert sich: Ich fühle mich nicht alleine verantwortlich für diesen Rückschlag,“

Wie hoch ist der finanzielle Schaden?

Es wird Einbußen an Fördermitteln durch den Bund (2008 bis 2011 insgesamt 1,68 Millionen Euro) geben. Wie hoch die sind, hängt von Verhandlungen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ab und ist noch nicht abzusehen.

Dass die Eishockey-Frauen 2014 nach Sotschi fahren, „hilft uns sehr“ (so Harnos). Dennoch wird’s Einbußen bei der Nachwuchsförderung geben. Was auch nicht förderlich für den Aufbau einer neuen, jungen Nationalmannschaft ist. Ein Teufelskreis!

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