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Eishockey-Profi Schütz: Bei der WM sind wir der Geheimfavorit

Nationalstürmer Felix Schütz ist vor der WM optimistisch.
Nationalstürmer Felix Schütz ist vor der WM optimistisch.
Foto: dpa
Köln/Düsseldorf –  

In der Vorbereitung auf die WM hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kein einziges der acht Testspiele nach 60 Minuten verloren.

Dienstag reist das Team nun nach Stockholm, wo am Freitag der WM-Auftakt gegen Italien ansteht (12.15 Uhr). Es wird das erste große Turnier nach der Ära von Bundestrainer Uwe Krupp. Es wird das erste große Turnier für den neuen Bundestrainer Jakob Kölliker (59).

Der Schweizer geht richtig forsch in die WM: „Ich will Weltmeister werden. Man muss sich hohe Ziele setzen, um Erfolg zu haben. Jeder, der zur WM fährt, hat den inneren Wunsch, alle Spiele zu gewinnen.“

Bei all diesen Worten bleibt Kölliker aber auch Realist: „Wir wissen, wie schwierig es ist, überhaupt eine Medaille zu holen.“ Doch auch seine Spieler sind vor der WM in Schweden und Finnland (4. bis 20. Mai) optimistisch.

So läuft die Eishockey-WM

Erstmals wird die WM-Vorrunde in zwei 8er-Gruppen ausgetragen. Eine Gruppe spielt in Helsinki, eine in Stockholm. Die besten vier jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, das innerhalb der Gruppe ausgetragen wird. Es spielen jeweils der 1. gegen den 4. und der 2. gegen den 3. um den Halbfinaleinzug. Ab dem Semifinale finden alle Spiele in Helsinki statt, die Gruppen werden nun gekreuzt. In der Vorrunde gilt die Drei-Punkte-Regel.

Unentschieden gibt es wie in der DEL nicht: Bei Gleichstand nach der regulären Spielzeit erhalten beide Teams einen Punkt, der Extra-Zähler wird nach Verlängerung, spätestens im Penaltyschießen vergeben. die beiden Gruppenletzten steigen ab. Deutschland spielt in der Stockholm-Gruppe mit Russland, Schweden, Tschechien, Norwegen, Lettland, Dänemark und Italien.

„Nach der guten Vorbereitung sind wir der Geheimfavorit. Das Viertelfinale sollte für uns drin sein. Gegen Italien, Lettland, Dänemark und Norwegen sind Siege realistisch – und auch Russland oder Tschechien können wir ärgern. Das haben wir bei den letzten Weltmeisterschaften schon bewiesen“, sagt Kölns Stürmer Felix Schütz.

Innerhalb von zwölf Tagen stehen für Deutschland sieben Spiele an. „Das wird hart, aber unser Kader ist groß, so dass jeder mal eine Pause erhält“, sagt Schütz. Kölliker setzt neben Schütz auf viele Rheinländer: Philip Gogulla, John Tripp, Kevin Lavallee (Kölner Haie), Sinan Akdag (Krefeld Pinguine) sowie Evan Kaufmann und Patrick Reimer (beide Düsseldorfer EG).

„Ich habe ein gutes Gefühl“, sagt Kölliker, der nach der WM noch mehr Verantwortung im deutschen Eishockey übernehmen kann. Nach dem Abgang von Franz Reindl soll Kölliker den Posten des Sportdirektors im DEB übernehmen. Ob er auch Bundestrainer bleibt, ist noch offen. Als neuer Weltmeister ganz bestimmt...

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