Empfehlen | Drucken | Kontakt13.03.2010 - 22:05 Uhr

KEC-Profis hungrig auf Sieg: Die Fan-Treue heizt den Haien ein

Von UWE BÖDEKER
Die Haie-Profis sind hungrig auf Siege, die Fans haben auch wieder Appetit.
Die Haie-Profis sind hungrig auf Siege, die Fans haben auch wieder Appetit.
Foto: herbert bucco
Köln –  

Trainer Bill Stewart grinste zufrieden nach dem 2:0-Sieg über Krefeld: „Es ist das erste Mal in meiner Zeit in Köln, dass alle Spieler fit sind.“ Startet er jetzt im Saisonfinale mit seinen Haien richtig durch?

Nach dem „Sechs-Punkte-Sieg“ (Stürmer Marcel Müller) über den direkten Konkurrenten sind die Chancen riesig, die Pre-Playoffs zu erreichen.

Am Sonntag steht für Stewart die Rückkehr zu seinem Ex-Klub Hamburg (14.30 Uhr) an. Die Freezers spielen seit Wochen ohne Ambitionen, dümpeln lustlos auf Platz 13 der Tabelle rum und können weder absteigen noch in den Playoff-Kampf eingreifen. Zuletzt kamen so nur 2000 Zuschauer in die 13.000 Fans fassende Arena. Gegen Köln wurden nun allerdings schon 6000 Karten verkauft. Jeder dort will sehen, dass Stewart mit den Haien stolpert.

Doch Marcel Müller, mit 55 Scorer-Punkten neben Ivan Ciernik Kölns bester Stürmer, weiß, dass die Haie wieder Blut geleckt haben: „Für uns ist die Saison lange noch nicht vorbei. Im Gegenteil, es geht erst richtig los. Jetzt wollen wir in den letzten drei Spielen noch drei Siege. Ist doch logisch.“

Und was, wenn in den Pre-Playoffs (Serie Best of Three) gleich der Hammer-Gegner Adler Mannheim wartet? Müller grinst: „Na, dann kommen halt die Adler. Kein Problem.“

Schon am Dienstag könnte es einen Vorgeschmack geben, da müssen die Haie in Mannheim ran, bevor am Freitag das letzte Hauptrundenspiel daheim gegen Iserlohn ansteht.

Die finanziellen Sorgen des Klubs sind für den aktuellen Kader vorerst vom Tisch. Zuletzt wurden die Spieler-Gehälter vom KEC wieder überwiesen. Und die unbeschreibliche Hilfswelle der Kölner Fans hat den KEC-Stars schwer imponiert. Kapitän Mirko Lüdemann: „Wir sind dadurch noch mehr motiviert, alles aus uns rauszuholen.“

Doch die Haie müssen auch schwer aufpassen in Hamburg, denn die Freezers haben ein Auge auf Moritz und Marcel Müller geworfen. Sollte in Köln in der nächsten Saison aufgrund der finanziellen Situation kein Eishockey mehr gespielt werden, wollen die Hamburger die beiden Müllers in den Norden locken. Stewart glaubt fest daran, dass solche Gedankenspiele bei seinen Jungs keine Rolle spielen.

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9 Kölner Haie 107:116 61
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11 Krefeld Pinguine 109:125 59
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