Empfehlen | Drucken | Kontakt08.03.2010 - 22:48 Uhr

Abflug: DEG-Harry kreist mit den Adlern

Von OTTO KRAUSE
DEG-Coach Harold Kreis
DEG-Coach Harold Kreis
Foto: dpa
Düsseldorf –  

Erst der 4:3-Triumph in Köln, dann zum dritten Mal in dieser Saison die Champions aus Berlin nach einem tollen Auftritt und einem 3:2-Penaltysieg in die Knie gezwungen – die DEG ist wieder da!

„Die Köpfe sind frei“, so Kapitän Daniel Kreutzer. „Wir haben über 60 Minuten sehr gut gespielt, uns an den Plan gehalten: Einfach spielen, Druck aufs Tor ausüben. Wir haben verdient gewonnen!“

Endspieltest gelungen! In dieser Verfassung kann die DEG den Hauptstädtern auch in den Playoffs Paroli bieten. Der frühere Düsseldorfer Fanliebling und Eisbären-Manager Peter John Lee schwant: „Kann gut so kommen, dass wir uns in den Playoffs wiedersehen.“

Und das wäre das Finale, wenn die Metro Stars so weitermachen. Denn nun können die Düsseldorfer Platz zwei sogar wieder aus eigener Kraft schaffen, weil Wolfsburg verlor und bei einer Partie Rückstand nur noch zwei Punkte aufzuholen sind. Das sorgte für Jubelstürme bei der drittgrößten Saison-Heimkulisse von 10.212 Fans.

Aber die großen Sorgen bleiben. Denn die Resonanz ist insgesamt viel zu schwach. Im Schnitt kamen statt der geplanten 6.500 nur 5.753 Zuschauer in den Dome – das reißt ein großes Finanzloch in den Etat.

Mit fatalen Folgen: Die DEG kann ihren Top-Angestellten keine gut dotierten, neuen Verträge anbieten. Manager Lance Nethery: „Wir arbeiten seriös, geben weiter nicht mehr Geld aus, als wir haben. Den Fehler machen andere, wir nicht. Stürmer MacDonald hat unser Angebot bisher nicht akzeptiert.“ Trainer Harold Kreis konnte der Manager offenbar noch nicht einmal eins machen. Nethery: „Nein, ich habe in der Olympiapause nicht mit ihm geredet.“

Doch es ist bereits März, auch Kreis muss Sicherheit für seine Zukunft haben. In Mannheim ist der Top-Trainer eine Legende, spielte 19 Jahre für die finanziell bestens ausgestatteten Adler. Sein Trikot mit der Nummer 3 hängt unterm Hallendach der SAP-Arena und wird nie mehr vergeben.

Klar, dass Harry bei den Kurpfälzern (nach schwacher Spielzeit mit der teuersten DEL-Truppe) die Wunschbesetzung ist. Adler-Boss Daniel Hopp (Sohn von Milliardär Dietmar Hopp) nennt Kreis folgerichtig als ersten Kandidaten, wenn er auf den Trainerjob für die nächste Saison angesprochen wird, will „eine zeitnahe Entscheidung“.

EXPRESS erfuhr aus der Quadratestadt: Die ist schon gefallen! Der Noch-DEG-Trainer soll einen lukrativen Zwei-Jahres-Vertrag längst unterschrieben haben. Der Abflug steht fest - Harry kreist ab August mit den Adlern! Pikant: Am Dienstag (19.30 Uhr) spielen die Düsseldorfer ohne Knipser Courchaine (Haarriss an der Rippe, bis zu zwei Wochen Pause) in Mannheim...

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1 Eisbären Berlin 171:140 95
2 ERC Ingolstadt 168:150 93
3 Wolfsburg 174:122 91
4 Adler Mannheim 171:148 90
5 Hamburg Freezers 149:149 83
6 Straubing Tigers 161:151 80
7 DEG Metro Stars 162:167 80
8 Augsburger Panther 135:131 79
9 Kölner Haie 135:145 78
10 Iserlohn Roosters 150:150 77
11 EHC München 124:135 71
12 Krefeld Pinguine 126:153 69
13 Nürnberg 122:165 55
14 Hannover Scorpions 119:161 51
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