Empfehlen | Drucken | Kontakt07.02.2010 - 22:16 Uhr

Nach 0:5-Rückstand!: DEG: Der irre Endspurt kam zu spät

Von OTTO KRAUSE
DEG-Coach Harold Kreis
DEG-Coach Harold Kreis
Foto: dpa
Düsseldorf –  

Immer wieder schüttelte Fred Brathwaite beim Smalltalk mit DEG-Verteidiger Ryan Caldwell nach dem ungelaublichen Thriller den Kopf – sowas hatte auch der Adler-Torwart selten erlebt. Am Ende unterlag die DEG nach einer wilden Achterbahnfahrt mit 4:5.

Das einzige Positive ist, dass wir den klaren Rückstand nicht hingenommen haben. Leider haben wir erst im letzten Drittel gekämpft“, so Trainer Harold Kreis nach drei Pleiten in Serie. „Wir sind im Formtief.“

Anfangs leistete sich die DEG ein finsteres Fahrkarten-Festival. Denn als Mannheim ganz spät in einem schwachen Spiel in Front ging, hätten die Düsseldorfer längst in Führung liegen müssen.

Die hundsmiserable Verwertungsquote rächte sich bitter: King mit seinem Überzahltor zwei Minuten vor der zweiten Sirene und Kink nur 68 Sekunden später schossen im Mitteldrittel eine 2:0-Führung heraus, spätestens nach dem 3:0 von Forbes agierten die Gastgeber völlig konfus. Die Adler stießen gnadenlos noch zweimal zu – 0:5 aus Düsseldorfer Sicht! „Und so spielt man Eishockey“, tönten die Gäste-Fans. Blankes Entsetzen bei den DEG-Anhängern.

Die Metro Stars mausetot? Von wegen! Als die Hausherren durch Adam Courchaine in doppelter Überzahl endlich ins Schwarze trafen, wurde es völlig verrückt: Nur 16 Sekunden später traf nämlich Patrick Reimer (wieder im Powerplay). Jetzt Mannheim geschockt. Die DEG traf erneut durch Reimer sogar zum 3:5 -die Halle kochte. Und tatsächlich: Schiri Piechaczek erkannte das 4:5 von Shane Joseph, 84 Sekunden vor Schluss, nach Videobeweis an. Die DEG probierte alles – es reichte nicht mehr.

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