Der tolle vierte Platz der Eishockey-Nationalmannschaft bei der Heim-WM ist längst vergessen. Kurz vor dem Saisonstart geht viel mehr die Angst um: In der Liga kämpfen fast alle Klubs ums Überleben.
Schon vorher mussten Frankfurt und Kassel aufgeben. Krefeld wankt, Meister Hannover hat riesige Probleme. Auch der einstige Vorzeigeklub der Kölner Haie konnte sich nur mühsam am Leben halten. Jetzt haut KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin ordentlich dazwischen. Seine letzte Hoffnung bei der Rettung des Eishockeys: Die Politik muss eingreifen.
Eichin: „Es kann nicht sein, dass wir von den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern komplett ignoriert werden. Die Sender haben einen allgemeinen Auftrag, jetzt muss die Politik sich einschalten. Denn unser Sport kann nur überleben, wenn wir auch im TV präsent sind. Nur dann kommen Sponsoren.“
Von den Zuschauerzahlen her ist Eishockey in den großen Hallen ganz klar Publikumsmagnet Nummer zwei in Deutschland, hinter Fußball, vor Handball und Basketball. Die Eishockey-Liga hat einen Vertrag mit Bezahlsender Sky, der gilt nur für Live-Übertragungen. Die Liga stellt zusätzlich den öffentlich-rechtlichen Sendern Videomaterial für die Sportsendungen zur Verfügung.
„Dass der WDR, in dessen Verbreitungsgebiet Düsseldorf, Köln, Krefeld und Iserlohn spielen, dies nicht nutzt, will mir nicht in den Kopf“, wettert Eichin. Beim Thema Fußball wird Ex-Fußballer Eichin wahnsinnig: „Fußball wurde bei der WM von morgens bis abends gezeigt, und dann fangen sie in den Hauptnachrichten auch damit an. Für andere Sportarten finden die Öffentlich-Rechtlichen aber keinen Platz. Das ist unser Haupt-Knackpunkt, den wir ändern müssen.“
Haie angeln sich Slowenen-Star
Die Kaderplanung für die neue Saison ist bei den Haien bereits in vollem Gange: Die jüngste Verpflichtung der Kölner heißt Rok Ticar und ist Nationalspieler in Slowenien.
DEG ist gerettet und beantragt DEL-Lizenz
„Das ist ein toller Tag. Vor fast fünf Monaten hatten wir damit nicht gerechnet. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp.
Red Bull verleiht der Eishockey-Liga Flügel
Der EHC München war mausetot. München schien als Standort für eine Eishockey-Mannschaft nicht zu taugen. Die Lizenz sollte an einen anderen Standort vergeben werden. Doch jetzt wird alles gut, denn ein neuer Hauptsponsor ist gefunden.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||