Empfehlen | Drucken | Kontakt14.02.2009 - 00:00 Uhr

Bosse schlagen Alarm: DEG-Dämmerung - Metro Stars vor dem Aus?

Von OTTO KRAUSE
Schöner Dome, düstere Zeiten: Der dramatische Zuschauer-Rückgang macht den Machern der Metro-Stars zu schaffen.
Schöner Dome, düstere Zeiten: Der dramatische Zuschauer-Rückgang macht den Machern der Metro-Stars zu schaffen.
Foto: Getty

Düsseldorf - Die Pflichtaufgabe souverän erledigt, Lieblingsgegner Straubing mit 3:0 geputzt ›, Platz vier in der Tabelle erobert - eigentlich könnte man bei der DEG bestens gelaunt in den heißen Schluss-Spurt um die beste Ausgangslage für die Playoffs gehen. Doch statt dessen nur schlimme Sorgen bei den Metro Stars. Die Düsseldorfer plagt die nackte Existenzangst. Hintergrund: die furchtbaren Zuschauerzahlen.

Zwei Wochen gab es wegen der DEL-Pause in der Landeshauptstadt kein Eishockey zu sehen. Und wieder kamen nur mickrige 4700 Fans in den ungeliebten Dome. „Das ist absolut ernüchternd. Wir können uns das nicht wirklich erklären, denn das Spiel war ja neben allen anderen Gründen auch sportlich hochinteressant“, sagt Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp geschockt.

Nachdem das Team in der Vorsaison gerade in den Heimspielen häufig maßlos enttäuschte und die schlimmen Leistungen den Fanschwund erklären sollten, kann das für diese Spielzeit nicht zutreffen. Die Truppe ist daheim eine Macht, spielt überwiegend schnell, attraktv und erfolgreich. „Aber das schlägt sich auf das Zuschaueraufkommen nicht nieder. Wir sind ratlos“, so Schmellenkamp. Schon jetzt liegen die Düsseldorfer mit weit über 1000 Fans pro Partie hinter der eigentlich vorsichtigen Kalkulation. Schmellenkamp: „Da brauche ich gar nichts zu verschleiern: Wenn das so weitergeht, werden wir das nicht überstehen.“

Das Ganze ist ein Liga-Phänomen, keine exklusive DEG-Problematik. Bei Rivale Kölner Haie (die als einziges Team den Dome füllen) sieht es noch schlimmer aus. Der rheinische Kontrahent hat wegen der hohen Miete für die Lanxess-Arena in den letzten Heimspielen draufgezahlt, beendet die Saison erstmals ohne Playoff-Teilnahme und steht vor dem K.o.. „Die neuen, schönen, großen Hallen sollten die Liga in eine bessere Zukunft führen, statt dessen passiert das Gegenteil“, so Schmellenkamp. „Wir haben gegenüber der Brehmstraße höhere Kosten, aber weniger Zuschauer. Das kann schon rein rechnerisch nicht funktionieren.“

Nur die Haie sorgen an der Theodorstraße für zweistellige Besucherzahlen, Schmellenkamp stellt fest: „So wie es aussieht, hätte für uns ein Stadion in der Größe des Krefelder König-Palastes, mit einer Kapazität von 8000 absolut gereicht. Das hätte auch die Folge, dass die Stimmung besser wäre.“ Denn 5000 Anhänger in einer Multifunktionshalle, in die 13.400 reinpassen ist ein übler Stimmungskiller und ein Bild des Grauens. Nun hofft die DEG, dass am Knaller-Karnevalswochende mit den Hits gegen Mannheim (Freitag) und dem Derby gegen die Pinguine (Sonntag) der Dome brennt.

Schmellenkamp: „Das würde uns guttun.“ Ach ja: Am Sonntag (14.30 Uhr, Color Line-Arena) müssen die Metro Stars bei den Hamburg Freezers ran. Aber selbst ein hoher Sieg beim Angstgegner und eine Top-Position in der Tabelle dürfte am DEG-Drama nichts ändern...

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4 Adler Mannheim 171:148 90
5 Hamburg Freezers 149:149 83
6 Straubing Tigers 161:151 80
7 DEG Metro Stars 162:167 80
8 Augsburger Panther 135:131 79
9 Kölner Haie 135:145 78
10 Iserlohn Roosters 150:150 77
11 EHC München 124:135 71
12 Krefeld Pinguine 126:153 69
13 Nürnberg 122:165 55
14 Hannover Scorpions 119:161 51
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