Als die letzte Sirene den deftigen Dämpfer beendete, düsten die DEG-Verlierer zu ihrem Torhüter, versuchten „JS“ Aubin mit ein paar freundlichen Helmklopfern zu trösten – selten genug muss der beste DEL-Keeper so oft hinter sich greifen, wie am Dienstag in Mannheim.
Die DEG musste sich einer starken Adler-Truppe mit 1:4 geschlagen geben. Gratulation an Mannheim. Sie haben 60 Minuten kompakt und aggressiv gespielt“, meinte Noch-DEG-Trainer Harold Kreis zur Leistung seiner Demnächst-Mannschaft.
Die knapp 9.000 Fans in der SAP-Arena sahen vom ersten Bully an zwei Teams, denen man anmerkte, dass sie einen guten Lauf haben. Die Adler nach sieben Seriensiegen mit viel Tempo, die Gäste, nach den Erfolgen in Köln und gegen die Eisbären, hielten gut dagegen.
Robinson bestrafte dann allerdings konsequent, dass er im Abwehrdrittel der DEG ungehindert spazieren fahren durfte mit der Mannheimer Führung. Die Gäste geschockt. Nur 93 Sekunden später stand Arendt am zweiten Pfosten blank, erhöhte auf 2:0.
Doch die Metro Stars antworteten noch vor der ersten Sirene: Daniel Kreutzer, der sich zuvor behandeln lassen musste und sein blutverschmiertes Trikot mit der 23 gegen ein frisches Jersey mit der Rückennummer 44 getauscht hatte, stand in dem ungewohnten Outfit goldrichtig. Nach Brandon Reids Zuspiel verkürzte der Kapitän zum 1:2. Kreutzer, der mit vier Stichen an der Stirn genäht werden musste, später enttäuscht: „Wir hätten unsere Chancen im zweiten Drittel nutzen müssen.“
Denn im Mittelabschnitt hatte der starke DEG-Keeper „JS“ Aubin Glück, dass Trepaniers Schuss nur an die Querlatte krachte. Und Pech, dass zwei Überzahlspiele trotz großen Drucks auf den „Adler-Horst“ nicht das 2:2 brachten. Im letzten Drittel machten Methot und Kink endgültig alles klar.
Nur fünf Haie gar nicht jeck
Während die meisten Haie-Spieler am Donnerstag bei der KEC-Karnevals-Sitzung in der Hofburg Pullman feiern dürfen, befinden sich fünf Stars beim Länderspiel in Weißrussland.
Tomlinson-Erbe: Welcher Trumpf sticht?
Geht Jeff, setzt Manager Köberle auf einen deutschen Coach. Krinner, Brittig, Rumrich, Drasaitl sind im „Angebot“.
DEG-Zukunft: Walters wichtigste Woche
Manager Walter Köberle hat viel zu tun: Nach den zahllosen Abgängen muss er die neue Truppe für die kommende Saison aufstellen. Die Personalie Ben Gordon steht dabei ganz oben auf der Agenda.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 138:108 | 80 | ||
| 2 | Adler Mannheim | 142:120 | 77 | ||
| 3 | Wolfsburg | 144:98 | 76 | ||
| 4 | ERC Ingolstadt | 135:118 | 76 | ||
| 5 | Straubing Tigers | 133:118 | 70 | ||
| 6 | Hamburg Freezers | 112:117 | 65 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 133:140 | 64 | ||
| 8 | EHC München | 102:103 | 61 | ||
| 9 | Kölner Haie | 107:116 | 61 | ||
| 10 | Augsburger Panther | 104:108 | 60 | ||
| 11 | Krefeld Pinguine | 109:125 | 59 | ||
| 12 | Iserlohn Roosters | 117:135 | 59 | ||
| 13 | Nürnberg | 96:131 | 41 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 94:129 | 39 | ||