Köln - Die Kölner Haie am Rand des Total-Zusammenbruchs.
Geschäftsführer Thomas Eichin bestätigt, dass der Klub noch vor wenigen Wochen kurz vor dem K.o. stand:
„Uns stand das Wasser bis unter die Kinnlade. Zum Teil wussten wir nicht mehr, wie es weiter gehen sollte.“
Der brutale Zuschauerrückgang (von 471.514 in der Vorsaison auf 265.000 auch aufgrund der erstmals verpasste DEL-Playoffs) reißt ein Loch von zwei Millionen Euro in die Kasse.
Doch mit Hilfe von Hans-Joachim Ziems (54), der Geldgeber für den KEC gefunden hat, gibt es einen Weg aus der Krise.
Wer ist der Mann, der den KEC wieder auf die richtige Spur bringen will? Bei den Haien ist der gebürtige Kölner kein Unbekannter.
In den 90ern hat er dem Klub schon einmal geholfen. Damals war Ziems im Aufsichtsrat der Haie und auch Aufsichtsratchef der neu gegründeten Deutschen Eishockey Liga (DEL).
1984 hatte der clevere Diplom-Kaufmann Ziems die Elektromärkte Komet gegründet. 1993 fusionierte er mit REWE-Märkten zur Pro-Markt-Kette. Zu dieser Zeit waren die Kölner Haie - wie jetzt auch - in einer heftigen finanziellen Krise.
Die damaligen Sarnierer: Bernd Schäfer III und Heinz-Herrmann Göttsch. Ziems stieg als Geschäftsführer von Pro-Markt 1994 als KEC-Trikotsponsor ein - die bei den Fans umstrittenen gelben Trikots haben den Verein am Leben gehalten.
Jetzt springt Ziems wieder ein und hat im Laufe der Jahre mächtig Erfahrung gesammelt. Er sarnierte auch die Kirch-Media-AG. Sein Motto: „Wir sind Ansprechpartner für Unternehmen in schwierigen Situationen. Wir helfen, Krisen zu vermeiden oder sie zu überwinden.“
Fakt ist: Seine Stärke liegt im Finden von Investoren. Ziems hat nun ungefähr zehn Geschäftsleute aus der Region überreden können, bei den Haien einzusteigen.
Eichin: „Er hat uns wirklich sehr geholfen. Es war ja auch das Ziel von Göttsch, alles auf breitere Füße zu stellen.“ Doch die Haie müssen irgendwie noch die nächsten Tage überstehen - und sind dabei abhängig von den Banken.
Angeblich wird derzeit noch mit der Kreissparkasse und der Stadtsparkasse über Darlehen verhandelt. Die Banken sind das Zünglein an der Waage - stimmen sie dem Rettungspaket zu, kann den Haien wieder die Zukunft gehören.
Haie angeln sich Slowenen-Star
Die Kaderplanung für die neue Saison ist bei den Haien bereits in vollem Gange: Die jüngste Verpflichtung der Kölner heißt Rok Ticar und ist Nationalspieler in Slowenien.
DEG ist gerettet und beantragt DEL-Lizenz
„Das ist ein toller Tag. Vor fast fünf Monaten hatten wir damit nicht gerechnet. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp.
Red Bull verleiht der Eishockey-Liga Flügel
Der EHC München war mausetot. München schien als Standort für eine Eishockey-Mannschaft nicht zu taugen. Die Lizenz sollte an einen anderen Standort vergeben werden. Doch jetzt wird alles gut, denn ein neuer Hauptsponsor ist gefunden.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||