Empfehlen | Drucken | Kontakt27.03.2010 - 09:37 Uhr

Gegen Ingolstadt: 2:3! Ficenec lässt Kölns Träume platzen

Von UWE BÖDEKER, CHRISTIAN KNOP und STEFAN SCHAFFNER
Foto: Bongarts/Getty Images
Köln –  

Sie hatten Matchball. Sie waren so nah dran am Viertelfinale gegen Meister Berlin. Doch in der Verlängerung ereilt die Kölner Haie nach einem packenden Spiel der plötzliche Tod.

2:3 gegen Ingolstadt. Die Serie ist wieder ausgeglichen.

Jetzt heißt es am Sonntag in Ingolstadt (14.30 Uhr) entweder ab in den Urlaub oder weiter Playoffs. Auf dem Weg in die Kabine fluchen die Kölner Spieler. Doch sie müssen das Ding jetzt ganz schnell abhaken.

Es war ein Thriller mit Herzkaspar-Alarm. Die Haie wie beim ersten Duell in Ingolstadt zunächst schwach. Nur Norm Maracle hält sie in den ersten Minuten im Spiel. Der kräftige Goalie durfte nach dem 6:1 in Ingolstadt logischerweise nochmal ins Tor – und machte erneut eine starke Partie.

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Die Kölner Fans, die eigentlich eher für Publikums-Liebling Lars Weibel sind, haben ihn schnell lieb gewonnen, sangen: „An dem Dicken kommt ihr nicht vorbei.“ Maracle wog mal weit über 110 Kilogramm, hat nun aber auf 97 Kilo abgespeckt. Und das macht ihn schneller.

In der 14. Minute ist Maracle chancenlos beim Kracher von Ficinec - 0:1. Als in der 31. Minute dann Girard auf 0:2 erhöht, scheinen die Haie besiegt. Doch sie stehen wieder auf. Zunächst schafft Marc Chouinard nach toller Vorarbeit von Mats Trygg das 1:2. Dann entscheidet Schiri Schimm in einer kniffligen Situation für die Haie.

Trygg hatte den Puck unter die Latte gehämmert, doch vor dem Tor hat Kölns Chouinard Goalie Dimitri Pätzold mit hohem Stock behindert.

Der Treffer galt nach Videobweise trotzdem. Es ging in die Verlängerung. Und da war Ingolstadt klar besser. Ficenec erzielte in Überzahl (Trygg auf der Strafbank) das entscheidende Tor.

Aufregung gab's auch in der 19. Minute. Als Kölns Verteidiger Moritz Müller und der Ingolstädter Prestin Ryan aneinander rasselten, entwickelte sich aus einer Schubserei ruck zuck eine Schlägerei.

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