Köln - Historische Pleite für die Haie: 1:5 gegen Aufsteiger Kassel! Der „Minusrekord“ von 1973 ist eingestellt - auch damals gab es zum Start fünf Niederlagen in Folge. Seit dem nie mehr. „Historisch“ auch die Pressekonferenz nach dem Spiel.
Geschäftsführer Thomas Eichin ergriff das Mikro, sah sich zu einem überraschenden Schnellschuss genötigt.„Um allen Spekulationen und Fragen vorzubeugen - Doug Mason wird Trainer der Kölner Haie bleiben“, eröffnete Eichin und erklärte die Gründe: „Erstens: die Saison ist erst zehn Tage alt, und wir werfen hier nicht alles über den Haufen, wovon wir noch am 4. September restlos überzeugt waren. Zweitens sehen wir eine größere Chance, mit Doug Mason aus der Krise zu kommen als ohne hin.“
Dem ließ Eichin eine unmissverständliche Ansage an jeden einzelnen Spieler folgen: „Wir werden jetzt genau beobachten, wer den Arsch in der Hose hat, den Karren wieder raus zu ziehen. Ich wünsche dem Trainer jetzt viel Kraft für das nächste Spiel. Danke.“
Erst am Freitag hatte Eichin den Trainer zum Rapport bestellt und EXPRESS gegenüber erklärt, dass sogar das „Ziehen der Reißleine“ möglich gewesen wäre. Doch Mason überzeugte Eichin - der knöpft sich nun die Spieler vor. Dass einige gegen den Trainer spielen, schließt er aus: „Ich war Profifußballer, weiß wie das aussieht - hier spielt keiner gegen den Trainer. Doch die Spieler müssen jetzt endlich Charakter zeigen.
Einige verstecken sich, schaffen sich Alibis. Ivan Ciernik, Robert Müller - das kann ich alles nicht mehr hören. Einige brauchen mehr Druck - Fußballer werden für solche Leistungen öffentlich zerrissen…“Deutliche, aber auch gefährliche Worte von Eichin - denn wenn sie nicht fruchten, hat er ein Problem: Die ganze Mannschaft kann er nicht entlassen.
Haie angeln sich Slowenen-Star
Die Kaderplanung für die neue Saison ist bei den Haien bereits in vollem Gange: Die jüngste Verpflichtung der Kölner heißt Rok Ticar und ist Nationalspieler in Slowenien.
DEG ist gerettet und beantragt DEL-Lizenz
„Das ist ein toller Tag. Vor fast fünf Monaten hatten wir damit nicht gerechnet. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp.
Red Bull verleiht der Eishockey-Liga Flügel
Der EHC München war mausetot. München schien als Standort für eine Eishockey-Mannschaft nicht zu taugen. Die Lizenz sollte an einen anderen Standort vergeben werden. Doch jetzt wird alles gut, denn ein neuer Hauptsponsor ist gefunden.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||