Im Februar wurde Richtfest gefeiert, nun geht der Bau der Moschee in Ehrenfeld in die letzte Runde. Der EXPRESS hat sich umgesehen und zeigt aktuelle Fotos.
An allen Ecken und auf allen Etagen sind Arbeiter unterwegs. An der Treppe verlegen sie die letzten Steine. Von dort geht es hinauf zum Vorplatz. Links wird es später mal zu den Verwaltungsräumen gehen, rechts geht es in die Moschee hinein. Hinten rechts wird später mal ein Sportraum für Jugendliche sein. „Wenn alles klappt, werden wir den Raum noch in diesem Jahr fertig haben, so dass wir ihn bis zur Eröffnung als Raum zum Beten nutzen können“, hofft Ingenieur Orhan Göccus von der DITIB.
Zentraler Punkt in der Mitte wird ein Brunnen sein. Die Etage unter dem Vorplatz wird als Einzelhandelsfläche dienen. „Hier kann man dann Gewürze und andere Dinge kaufen“, erklärt Göccus. Zu den Gebetsräumen mit Platz für 1000 Leute kommt ein Veranstaltungsraum für 700 Personen. Den können dann auch Externe für ihre Veranstaltungen anbieten. Geplant ist außerdem eine Bibliothek und auch ein Museum. Ein geplantes Kulturzentrum soll für Veranstaltungen aller Art dienen. „Damit wollen wir den Dialog der Religionen und Kulturen fördern“, so Göccus.
Der Eröffnung im Mai steht nichts mehr im Weg.
Die Suche nach einem Kompromiss
Nach Stuttgart 21 folgt Ehrenfeld 21. Doch am Leuchtturm wird sich wohl kaum ein Aktivist festketten. Durch die aktive Arbeit der Bürgerinitiative Helios gibt es ein Beteiligungsverfahren.
„Alle Bürger sollen sich beteiligen!“
Josef Wirges (SPD), Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld, wünscht sich, dass möglichst viele Menschen bei der Bürgerbeteiligung zum Helios-Gelände mitmachen. Ergebnisse gibt es in einem Jahr.
"Einkaufszentrum ist nicht gut!"
Bei der Bebauung des Helios-Geländes fällt immer wieder der Begriff „Gentrifizierung“. Der Soziologe Prof. Jürgen Friedrichs von der Kölner Uni erklärt, worum es dabei geht.