Empfehlen | Drucken | Kontakt28.06.2011 - 10:27 Uhr

Nachtleben: So bunt sind Ehrenfelder Partys

Mongusho-Party im Club Bahnhof Ehrenfeld
Mongusho-Party im Club Bahnhof Ehrenfeld

Die Schließung der Papierfabrik Ende März scheint die Partyszene in Ehrenfeld verkraftet zu haben. Denn wenn etwas schließt, füllt jemand anders die Lücke aus.

 

Mitternacht an einem beliebigen Samstag an der Haltestelle Venloer Straße/Gürtel: Eine volle Linie 4 stadtauswärts fährt ein und schafft neues Partyvolk heran. An der Haltestelle trennen sich die Wege, es geht weiter zum Underground, zum Club Bahnhof Ehrenfeld (CBE) oder anderen Clubs. Zum Vorglühen geht es zuvor etwa in die Zoo Bar oder Em Drügge Pitter auf der Venloer Straße. Dort überlegt Leonie (27) mit ihren Freunden, wo es hingeht: „Es ist schade, dass die Papierfabrik dichtgemacht hat, da waren meine Freunde oft.“

Der Club hat Leute aus dem ganzen Umland nach Ehrenfeld gelockt. Er hatte im März geschlossen, weil der Mietvertrag für die Zwischennnutzung ausgelaufen war. Hier baut die GAG nun wie geplant Wohnungen.

Doch in Ehrenfeld herrscht alles andere als tote Hose. „Ein Teil der Partys von dort ist jetzt zu uns gezogen oder auch ins Artheater“, erklärt Gabriel Riquelme vom CBE. Das CBE feierte jetzt seinen ersten Geburtstag und baut sein Programm aus, demnächst mit Salsa- Nachmittag sonntags und auch Wellness-Abenden. Der monatliche Bingo-Abend gilt inzwischen als Geheimtipp.

Auch in den Ehrenfelder Bahnhofsbögen tut sich was. Bis Ende 2011 öffnet dort das Kleinkunst-Café „Linie 7“. Geschlossen hat dagegen seit einigen Monaten der erfolgreiche Subbelrather Hof - das Zentrum für Lebensfreuden (Subbelrather Straße) - die Probleme mit den Nachbarn wegen Lärms ließen sich nicht lösen. Aber wo etwas schließt, wird auch künftig jemand die Lücke füllen.

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