Vor mehr als 60 Jahren öffnete Kölns älteste Kaffeerösterei ihr Geschäft in Ehrenfeld. Fast so lang tut auch die Röstmaschine ihre Dienste, als wäre die Zeit stehen geblieben.
In der Kaffeerösterei Schamong auf der Venloer Straße zwischen Gürtel und Äußerer Kanalstraße ist die ganze Familie eingespannt. Mirko Schamong führt die Geschäfte, seine Cousine hilft tatkräftig mit, und sein Onkel Holger Nagel ist seit vielen Jahren der Experte für das Kaffeerösten.
An diesem Vorgang hat sich in all den Zeiten nichts geändert. Auch die 50 Jahre alte Röstmaschine tut noch brav ihre Dienste. Bis zu 25 Minuten dauert die Röstzeit. Je länger, desto mehr entfalten sich die Aromen. Danach verliest Onkel Holger die Kaffeebohnen von Hand. Neu ist jedoch das Interesse der Deutschen am Kaffee, das in den vergangenen Jahren zugenommen hat. „Kaffee ist zu einem Lifestyle-Produkt geworden“, erklärt sich dies Mirko Schamong.
Er stieg 2008 ins Geschäft ein, als sein Onkel Fritz sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste. Ganz neu veranstaltet Schamong zusammen mit Fabio De Nittis im hinteren Teil der Rösterei Barista-Seminare. Laut De Nittis ist der Bedarf groß: „In vielen Kneipen ist der Kaffee einfach zu schlecht.“
Wir sehen das Tor zu Ehrenfeld
Im Februar wurde Richtfest gefeiert, nun geht der Bau der Moschee in Ehrenfeld in die letzte Runde. Der EXPRESS hat sich umgesehen und zeigt aktuelle Fotos.
Die Suche nach einem Kompromiss
Nach Stuttgart 21 folgt Ehrenfeld 21. Doch am Leuchtturm wird sich wohl kaum ein Aktivist festketten. Durch die aktive Arbeit der Bürgerinitiative Helios gibt es ein Beteiligungsverfahren.
„Alle Bürger sollen sich beteiligen!“
Josef Wirges (SPD), Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld, wünscht sich, dass möglichst viele Menschen bei der Bürgerbeteiligung zum Helios-Gelände mitmachen. Ergebnisse gibt es in einem Jahr.