Empfehlen | Drucken | Kontakt28.06.2011 - 10:59 Uhr

Kölns älteste Kaffeerösterei: Das Verwöhnaroma aus Ehrenfeld

Holger Nagel verliest mit der Hand die frisch gerösteten Kaffeebohnen, sortiert schlechte aus.
Holger Nagel verliest mit der Hand die frisch gerösteten Kaffeebohnen, sortiert schlechte aus.

Vor mehr als 60 Jahren öffnete Kölns älteste Kaffeerösterei ihr Geschäft in Ehrenfeld. Fast so lang tut auch die Röstmaschine ihre Dienste, als wäre die Zeit stehen geblieben.

In der Kaffeerösterei Schamong auf der Venloer Straße zwischen Gürtel und Äußerer Kanalstraße ist die ganze Familie eingespannt. Mirko Schamong führt die Geschäfte, seine Cousine hilft tatkräftig mit, und sein Onkel Holger Nagel ist seit vielen Jahren der Experte für das Kaffeerösten.

Der Kaffee wird geröstet.
Der Kaffee wird geröstet.

An diesem Vorgang hat sich in all den Zeiten nichts geändert. Auch die 50 Jahre alte Röstmaschine tut noch brav ihre Dienste. Bis zu 25 Minuten dauert die Röstzeit. Je länger, desto mehr entfalten sich die Aromen. Danach verliest Onkel Holger die Kaffeebohnen von Hand. Neu ist jedoch das Interesse der Deutschen am Kaffee, das in den vergangenen Jahren zugenommen hat. „Kaffee ist zu einem Lifestyle-Produkt geworden“, erklärt sich dies Mirko Schamong.

Er stieg 2008 ins Geschäft ein, als sein Onkel Fritz sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste. Ganz neu veranstaltet Schamong zusammen mit Fabio De Nittis im hinteren Teil der Rösterei Barista-Seminare. Laut De Nittis ist der Bedarf groß: „In vielen Kneipen ist der Kaffee einfach zu schlecht.“

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