Nach Stuttgart 21 folgt Ehrenfeld 21. Doch am Ehrenfelder Leuchtturm wird sich wohl kaum ein Aktivist festketten. Durch die aktive Arbeit der Bürgerinitiative Helios kommt es nun zu einer Bürgerbeteiligung.
Über ein Jahr ist es her, dass die Pläne für ein Einkaufszentrum mit mindestens 20 000 Quadratmetern auf dem alten Heliosgelände die Runde machten. Im Mai 2010 gründete sich die Bürgerinitiative Helios (BI), denn die Ehrenfelder haben das Areal mit dem Leuchtturm, den Künstlerateliers und dem Club „Underground“ lieb gewonnen.
Nun geht es in die vertiefte Bürgerbeteiligung. Auf der Bezirksratssitzung gestern Abend stellten sich drei Moderationsteams vor, die das Verfahren begleiten sollen. Am 7. Juli soll dann der Stadtentwicklungsausschuss über die Moderation beschließen. „Wir hätten gern Moderatoren, die auch selbst Ahnung von Stadtplanung haben“, sagt BI-Sprecher Hanswerner Möllmann. Die Initiative habe einen Ideen-Fundus, wie man zum Beispiel das „Underground“ retten und Wohnungen schaffen könne.
Spätestens im September geht es in die Workshops. Mit Ergebnissen ist wohl Mitte 2012 zu rechnen. Beim Investor Bauwens- Adenauer wartet man ab. „Für uns ist die Situation auch neu, ein Verfahren dieser Art hat es bei unseren Objekten bisher noch nie gegeben“, erklärt Projektleiterin Maike Miosic.
Wir sehen das Tor zu Ehrenfeld
Im Februar wurde Richtfest gefeiert, nun geht der Bau der Moschee in Ehrenfeld in die letzte Runde. Der EXPRESS hat sich umgesehen und zeigt aktuelle Fotos.
„Alle Bürger sollen sich beteiligen!“
Josef Wirges (SPD), Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld, wünscht sich, dass möglichst viele Menschen bei der Bürgerbeteiligung zum Helios-Gelände mitmachen. Ergebnisse gibt es in einem Jahr.
"Einkaufszentrum ist nicht gut!"
Bei der Bebauung des Helios-Geländes fällt immer wieder der Begriff „Gentrifizierung“. Der Soziologe Prof. Jürgen Friedrichs von der Kölner Uni erklärt, worum es dabei geht.