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Empfehlen | Drucken | Kontakt 28.01.2013 - 20:19 Uhr

Zwei Feuer innerhalb von drei Tagen: Wir können vor Angst nicht mehr schlafen

Von DIMITRI SOIBEL
Der Keller des Hauses auf der Erfurter Straße brannte völlig aus.
Der Keller des Hauses auf der Erfurter Straße brannte völlig aus.
Ratingen –  

Sie sind fertig mit den Nerven. Zweimal brannte es in ihrem Haus innerhalb der letzten drei Tage. Zweimal hatten die Anwohner des Hauses auf der Erfurter Straße Todesangst und konnten erst im letzten Augenblick gerettet werden.

Der Keller des Hauses auf der Erfurter Straße brannte völlig aus.
Der Keller des Hauses auf der Erfurter Straße brannte völlig aus.

Rachid El Majuoti zittert am ganzen Körper. Auf seinem blassen Gesicht sieht man noch den Schrecken der letzten Nächte. Bei dem ersten Brand erlitt er eine Rauchgasvergiftung. Einen Tag später musste er erneut aus dem Haus flüchten.

„Wir haben immer noch unglaubliche Angst. Meine ganze Familie kann nachts nicht schlafen“, erzählt der 34-Jährige. „Meine Kinder weinen schon seit zwei Tagen.“

Der Bewohner des Hauses: Rachid El  Majuoti
Der Bewohner des Hauses: Rachid El Majuoti

Nachdem es bereits am Samstagmorgen im Keller des Hauses gebrannt hat und und 66 Menschen evakuiert werden mussten, brach hier am Montagmorgen gegen wieder 0.20 Uhr ein Feuer aus.

Diesmal in einem anderen Kellerbereich, in dem Sperrmüll gelagert wurden. Erneut kam es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. 18 Hausbewohner erlitten Rauchgasvergiftungen, sieben von ihnen mussten ins Krankenhaus. Es entstand ein Schaden von über 80.000 Euro.

„Wir gehen davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde“, sagt Ulrich Löhe, Pressesprecher der Polizei Mettmann. „Bislang liegen uns aber keine Hinweise zu Identität des Täters vor.“

Und solange der Täter noch nicht gefasst wurde, werden die Einwohner in Angst leben. „Wir packen jetzt die Sachen und ziehen in ein Hotel um“, sagt Rachid El Majuoti. „Vielleicht können wir dort ruhig schlafen.“

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