Es sollte ein toller 19. Geburtstag werden – und endete für Vanessa M. (Name geändert) im Krankenhaus. Ein Unbekannter hatte sie nachts mit einer Eisenstange attackiert!
Vanessa hat Freunde zum „Moonlight-Bowling“ nach Mönchengladbach eingeladen. Um 0.40 Uhr wollen die vier den Zug nach Hause, nach Jüchen, erwischen.
Auf dem Weg zum Bahnhof passiert es: Sie überqueren eine Kreuzung, als die Fußgänger-Ampel auf „Rot“ springt. Trotzdem lassen sie sich Zeit. „Da stand dann ein roter kleiner Wagen“, erzählt Vanessa. „Der ist sofort angefahren, immer so stückweise auf uns zu. Wir machten Gesten – nach dem Motto: »Nicht aufregen!«“
Aber die beiden Männer in dem Kleinwagen regen sich auf. Sie springen aus dem Auto und gehen auf die beiden Jungs los. „Sie haben mit Fäusten geschlagen, auch ins Gesicht.“
Vanessa rennt auf die Straße, um ihrem Freund beizustehen. „Auf einmal habe ich nur noch einen Angreifer gesehen: Er hatte eine Eisenstange in der Hand, und bevor ich irgendetwas machen konnte, schlug er mir schon auf den Kopf.“ Vanessa reißt schützend den Arm hoch. Doch auch der zweite Schlag trifft. „Da war dann nur noch Blut, überall.“
Das Gesicht des brutalen Täters wird Vanessa nie vergessen: „Glatze, Brille, Südländer.“ Die Polizei ist zur Stelle, bevor die Schläger fliehen können: Die Einsatzhundertschaft aus Mönchengladbach kommt vom Spiel der Fortuna aus Düsseldorf zurück. „Plötzlich waren da viele Polizeiwagen“, erinnert sich Vanessa. Die Beamten überwältigen die Männer aus dem Kleinwagen – sie sind 38 und 41 Jahre alt.
Vanessa und ihre Freunde kommen ins Krankenhaus. Während die beiden jungen Männer zunächst nach Hause können, muss sie dort bleiben – Platzwunden am Kopf, Blutergüsse und ein gebrochener Arm. Die Elle brach glatt durch, als Vanessa sich vor den Schlägen auf den Kopf schützen wollte.
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