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Warnung vor Giftködern: Theodor-Heuss-Brücke: Angst vor Hunde-Hasser

Auf diesen Plakaten wird vor Giftködern an der Theodor-Heuss-Brücke gewarnt.

Auf diesen Plakaten wird vor Giftködern an der Theodor-Heuss-Brücke gewarnt.

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Uwe Schaffmeister

Düsseldorf -

Am Rheinufer zwischen Lörick und Oberkassel geht die Angst um. Auf unzähligen Plakaten werden „Hundehalter und Eltern vor Giftködern an der Theodor-Heuss-Brücke“ gewarnt.

Ein Hundevergifter unterwegs? Tatsache ist: Innerhalb weniger Tage wurden mehrere Hunde in Tierkliniken und Kleintierpraxen eingeliefert. Darunter auch Jack Russel „Peppi“. Frauchen Petra Strauch (49) fürchtete um das Leben ihres Lieblings.

Die 49-Jährige ist mit den Nerven am Ende: „Mein Hund hat nach einem Spaziergang am Rhein Blut gebrochen, hängt jetzt in der Klinik am Tropf. Wie es dazu kam, weiß ich nicht. Für mich waren das Vergiftungserscheinungen.“ Donnerstag bekam sie die erlösende Nachricht: „Peppi ist gerettet!“

EXPRESS sprach mit Hundehalterinnen und Halter. Sie sind schockiert, leinen seit Tagen ihre Hunde an, damit sie nichts vom Boden aufnehmen.

Auf anonymen Flugblättern heißt es: „Unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke haben fünf Hunde etwas aufgenommen, was toxikologisch nicht nachweisbar ist, aber bei einem der Hunde zum Tode geführt hat. Auch Kinder spielen in den Strandbuchten.“

Dr. Susanne Becker vom Vorstand der Lesia-Tierklinik: „Wir haben mehrere Hunde in Behandlung, die von ihren Besitzer am Rhein bei Oberkassel ausgeführt wurden. Es wurden Infektionen mit Erbrechen und Durchfall festgestellt. Im Blut haben wir bislang keine Hinweise auf Vergiftungen gefunden. Ein Hund ist verendet, aber nicht durch Gift.“

Petra Strauch: „Ich habe zwei weitere Hunde, die keine Infektion und kein Fieber haben. Ich bezweifele nicht die Diagnose der Tierärzte, aber am Rhein geht es zurzeit nicht mit rechten Dingen zu.“