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Virtuelles Hirnmodell : Düsseldorferin zerlegt Gehirn in Scheiben

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Feinarbeit! Katrin Amunts (oben) und ihr Team zerlegen das menschliche Gehirn in Scheiben.
Feinarbeit! Katrin Amunts (oben) und ihr Team zerlegen das menschliche Gehirn in Scheiben.
Foto: Uni
Düsseldorf/ Jülich –  

Dank ihr geht es nun auf 3-D-Reise durch das menschliche Gehirn: Die Düsseldorfer Medizinprofessorin Katrin Amunts hat mit ihrer Jülicher Forschergruppe die bislang detaillierteste dreidimensionale Darstellung eines Gehirns geschaffen.

Für den Atlas schnitten sie das Hirn einer 65-jährigen Toten in über 7400 hauchdünne Scheiben. Big Brain“ – Großes Gehirn, nennt Katrin Amunts das von ihr entworfene virtuelle Hirnmodell. „Es zeigt 50 mal mehr Einzelheiten als die bislang gängigen Modelle“, so die Forscherin. Heißt: Einblicke ins menschliche Gehirn mit einer Auflösung von 20 Mikrometern – entspricht etwa der Größe einer Nervenzelle – sind nun möglich!

Fünf Jahre hat das Experten-Team aus Jülich, Monreal und Düsseldorf an diesem Modell gearbeitet und es anhand von 7400 hauchdünnen Gewebeschnitten erstellt, die aus dem Gehirn einer verstorbenen 65-jährigen Frau gewonnen wurden. Jeder (!) Gewebeschnitt wurde im Forschungszentrum Jülich eingescannt und anschließend dreidimensional an Großrechnern rekonstruiert.

Amunts schwärmt: „Dieses Gehirn im Computer wird Hirnforschung und Medizin gleichermaßen voranbringen“.

Es könne so unter anderem bei neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen angewendet werden. Heute werden bereits Hirnstimulationen bei Parkinson-Patienten eingesetzt. Wenn es gelingt, mit Hilfe von Big Brain die Elektroden genauer als bisher zu platzieren, brächte das sofortigen Nutzen für die Patienten.

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