Der mysteriöse Fall der verkohlten Frau vom Elfrather See – jetzt ist er gelöst. Unglaublich, aber wahr: Die Frau (56) hatte sich selbst mit Benzin übergossen und angezündet.
Selbst Gerd Hoppmann, Leiter der Krefelder Mordkommission, war von dem Ergebnis seiner Ermittlungen überrascht. „Wir bearbeiten zwar regelmäßig Selbsttötungen, so eine verdächtige Situation findet man aber selten.“
Die verdächtige Situation: Die kaum bekleidete, barfüßige verkohlte Leiche einer Frau war am zweiten Weihnachtstag vom Hund eines Spaziergängers zwischen Laub und Zweigen am Ufer des Elfrather Sees aufgestöbert worden.
Eigentlich ein klassisches Bild für ein Gewaltverbrechen. Doch es gab sofort einige Indizien, die die Fahnder stutzig machten: Zehn Meter neben der Leiche lag ein geöffneter Benzinkanister. In der völlig verbrannten Hand der Frau fand man die Reste eines Feuerzeugs.
Bei der Obduktion stellte sich dann heraus, dass die Frau Rauch und Kohlenmonoxid eingeatmet hatte, also lebendig verbrannte. Und in ihrer Wohnung fand die Polizei schließlich einen Abschiedsbrief. Identifiziert wurde die 56-jährige Krefelderin nur durch ihren Zahnstatus. Sie war auch von Verwandten am Mittwoch als vermisst gemeldet worden. Die Frau hatte in der Vergangenheit bereits einen Selbstmordversuch unternommen.
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