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Empfehlen | Drucken | Kontakt 06.01.2013 - 13:48 Uhr

Totes Mädchen in Ratingen: Kleinkind strangulierte sich offenbar mit Spielzeug


Foto: dpa (Symbolfotos)
Ratingen –  

Hat sich das kleine Mädchen selbst stranguliert? Oder spielt ihre Mutter eine Rolle? In Ratingen wurde die Leiche eines 14 Monate alten Kindes entdeckt – eine Mordkommission ermittelt.

Am frühen Samstagabend wurden Rettungsdienst und Notarzt in eine kirchliche Sozialeinrichtung für betreutes Wohnen gerufen: Dort wurde ein lebloses Kleinkind gefunden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des kleinen Mädchens feststellen.

Da die Ermittler Fremdverschulden nicht sofort ausschließen konnten, wurden Polizei und Staatsanwaltschaft Düsseldorf eingeschaltet. Eine Mordkommission nahm sofort die Arbeit auf, nahm die 20-jährige Mutter des toten Kindes vorläufig fest. Am Sonntag wurde die Leiche des Kindes obduziert.

Die Ergebnisse von Ermittlungen und Obduktion fasste Staatsanwalt Christoph Kumpa zusammen: „Nach Aussagen der 20-jährigen Mutter handelt es sich bei dem Tod ihrer Tochter um einen tragischen Unglücksfall“, sagte er am Sonntag. „Dabei hat sich das bereits mittags zum Schlafen gelegte Mädchen in seinem Kinderbett mit einem Spielzeug selber stranguliert.“

Diese Darstellung könne bislang nicht widerlegt werden, deshalb lägen zur Zeit keine Hinweise auf ein vorsätzliches Tötungsdelikt, auf Misshandlung oder Vernachlässigung des Kindes vor.

Die 20-jährige Ratingerin wird nach Abschluss der ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen am Sonntag wieder entlassen. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei zum Verdacht einer fahrlässigen Tötung laufen allerdings weiter.

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