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Tote-Hosen-Sänger im Interview: Campino: Ich wünsche mir Torres für Fortuna

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Campino beim Interview im Hosen-Büro.
Campino beim Interview im Hosen-Büro.
Foto: Gehring
Düsseldorf –  

Im ersten Teil des großen EXPRESS-Interviews mit Tote-Hosen-Sänger Campino (50, bürgerlich: Andreas Frege) ging’s am Samstag um Geld und Politik und das Wahnsinnsjahr 2012.

Im zweiten Teil spricht der erfolgreichste Sänger des Jahres (über 1,3 Millionen verkaufte Tonträger) unter anderem über die Fortuna und die Bambi-Gala.

Wenn du „Tage wie diese“ im Stadion hörst, was ist das für ein Gefühl?

Ich mag das. Aber selbst zu meiner eigenen Stimme mitsingen, das schaffe ich nicht. Das Lied hört sich am besten und am richtigsten in Düsseldorf an. Im Moment ist das Publikum wahnsinnig dankbar, und ich hoffe, dass es noch lange so bleibt. Aber mich freut auch, wenn die Fans bei der EM oder in Dortmund mit „Tage wie diese“ abfeiern. Da haben wir nichts falsch gemacht.

Ihr hattet trotz aller Freude in diesem Jahr auch zwei Todesfälle im Freundeskreis der Band. Denkst du da auch an den Tod?

Man wird ja ständig damit konfrontiert. Mit Paul ( 41, dem an Krebs verstorbenen Regisseur der Live-DVD – d. Red.) waren wir intensiv im Dialog. Also mit einem Menschen, der wusste, dass er bald stirbt.

Was würdest du machen, wenn dir nur noch ein Monat bliebe?

Dann wäre es wichtig, „den Schreibtisch aufzuräumen“. Also privat mit Leuten reden, mit denen noch Sachen ungeklärt sind. Auch ein paar Freunden sagen, wie wichtig sie mir sind. Die Zeit wäre für meine Familie da. Alles viel wichtiger, als zum Beispiel irgendwelche Regelungen bei der Bank.

Fahrt ihr mit der Band in Urlaub?

Fahrt ihr mit der Redaktion in Urlaub? Traditionell sind wir aber fast jedes Jahr zusammen ein paar Tage Skifahren in Davos – außer Kuddel, der sich Sorgen um seine Hände macht. Wir machen sogar ein Abschlussrennen. Uli Hiemer ist auch dabei, manchmal auch Andreas Gursky.

Ändert sich was, wenn die erste Tote Hose Opa wird?

Nein, das ist doch der normale Gang der Dinge. Das haben wir uns erarbeitet, so viele Jahre durchzukämpfen. Da werden wir hoffentlich auch Opas. Ich will nicht tauschen mit irgendeinem Rockstar, der mit 27 stirbt.

Neulich gab’s in Düsseldorf ja die Bambi-Gala. Da haben wir euch vermisst.

Es gab da eine höfliche Anfrage, aber wir waren terminlich verhindert (lächelt) … Aber für uns sind Musikpreise wie „Echo“ und „Krone“ wichtiger – da passen wir viel besser hin.

Hättest du gern mal eine Audienz beim Papst?

Ich nehme lieber den nächsten. Wir warten alle auf einen, der mehr Aufbruchsgeist versprüht.

Wärst du gern mal Fortuna-Präsident?

Nein. Peter Frymuth ist der beste dafür. Da besteht echt kein Bedarf.

Spanier mit Torgarantie: Fernando Torres kickt derzeit beim FC Chelsea. Als Altstar soll er in Düsseldorf spielen, wünscht zumindest Campino.
Spanier mit Torgarantie: Fernando Torres kickt derzeit beim FC Chelsea. Als Altstar soll er in Düsseldorf spielen, wünscht zumindest Campino.
Foto: dpa

Wen würdest du denn gern mal im Fortuna-Trikot spielen sehen?

Schwere Frage. Ich will ja keinem reinreden. Aber wenn ich träumen würde, wäre es Fernando Torres. Vielleicht kann Raúl (früher auf Schalke, aber wohnhaft in Düsseldorf – d. Red.) ja ein gutes Wort fürs Leben in Düsseldorf einlegen. Oder Steven Gerrard, aber der wird immer bei Liverpool bleiben, so wie Lumpi Lambertz immer bei Fortuna bleibt.

War wünschst du dir für 2013?

Gesundbleiben, tolle Konzerte und politisch, dass in Europa das ewige Krisengerede mal aufhört.

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