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Suchaktion der Besitzer : Katzen-Hasser entführt Miezen über den Rhein

Claudia Birkheuer, Angelina Schneider-Rejek und Susanne Steineshoff (v.l.) mit ihrem „Fahndungsplakat“ für die entführten Katzen von Erkrath-Trills.

Claudia Birkheuer, Angelina Schneider-Rejek und Susanne Steineshoff (v.l.) mit ihrem „Fahndungsplakat“ für die entführten Katzen von Erkrath-Trills.

Foto:

Uwe Schaffmeister

Erkrath -

Ein mysteriöser Katzenhasser hält Erkrath-Trills in Atem. Seit Ende 2013 verschwinden in dem Stadtteil immer wieder Hauskatzen. Mittlerweile sind über zehn Fälle bekannt.

Doch der Tierhasser tötet nicht – er entführt und verschleppt. „Im März war in Dormagen-Stürzelberg eine herrenlose Katze gefunden worden. Durch den Chip war klar – es ist Carlos aus Erkrath“, berichtet Claudia Birkheuer. Ihr Kater „Grady“ verschwand im Juni. Jetzt ist er ebenfalls in Stürzelberg wieder aufgetaucht! „Ich hatte eine große Plakataktion dort gemacht. Drei Wochen später kam der entscheidende Hinweis.“

Mittlerweile ist Grady wieder zu Hause, allerdings schwer traumatisiert. „Er ist total scheu geworden, lässt sich nicht einmal mehr auf den Arm nehmen“, berichtet Birkheuer.

Sie macht mit Hilfe ihrer Nachbarn mit der Suchaktion weiter. Es werden immer noch sechs Katzen vermisst. „Mein »Anton« war der erste Entführte. Er ist leider bis heute nicht gefunden, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf“, sagt Angeline Schneider-Rejek.

Nachbarin Susanne Steineshoff hat zumindest eine heiße Spur von ihrem Kater „Columbo“. „Er kommt immer wieder zu einem Balkon in der Nähe von Stürzelberg. Hoffentlich können wir ihn dort bald einfangen.“

Ungeklärt bleibt die Identität des Entführers. „Wir vermuten, dass er in der Siedlung wohnt, von den Katzen genervt ist und eine Verbindung nach Dormagen hat“, sagt Birkheuer. Die Polizei ermittelt. Das Aussetzen von Tieren ist eine Straftat.