Düsseldorf
Aktuelle Berichte aus Düsseldorf und Umland mit Neuigkeiten zu Promis, Skandalen und Veranstaltungen.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Sturm auf Getränke-Shops : Holländer: Ihr kifft unser Gras, wir kaufen euer Bier!

Von
Weil’s besser und billiger ist, kommt der Holländer Dirk V. mit Frau und Töchterchen oft über die Grenze nach Brüggen, deckt sich hier mit reichlich Bier ein.
Weil’s besser und billiger ist, kommt der Holländer Dirk V. mit Frau und Töchterchen oft über die Grenze nach Brüggen, deckt sich hier mit reichlich Bier ein.
Foto: Nicole Gehring
Viersen –  

Was dem rheinischen Kiffer der grenznahe Coffee-Shop in den Niederlanden ist, ist dem Holländer jetzt der Getränkemarkt am Niederrhein.

Der kleine Schluckverkehr - immer mehr Holländer kommen zu uns – zum Bier kaufen! Seit dem 1. Januar hat sich die Alkoholsteuer in den Niederlanden um zwei Prozent erhöht. Das sorgt für einen regelrechten Boom bei Getränkemärkten in den Grenzregionen. EXPRESS hat so einen Markt mal besucht.

„Niederländische Kunden gehören bei uns inzwischen zur Stammkundschaft“, sagt Klaus Schmitz, Leiter der Trinkgut–Filiale in Brüggen. Die kleine Gemeinde bei Viersen ist fünf Kilometer von der holländischen Grenze entfernt. „Durch den Wald gibt es noch eine Abkürzung“, erklärt Schmitz. Und die nutzen viele Holländer.

„Ich komme oft mit meiner Familie zum Einkaufen hierher, sagt Dirk V. (33) aus Swalmen. Besonders beim Bier könne man sparen: „Ich zahle in Deutschland pro Kasten zwei bis vier Euro weniger.“ Das lohne sich bei einem Großeinkauf auf jeden Fall.

Carl W. aus Venlo kommt „regelmäßig zum „Alk-Kauf“ nach Brüggen.
Carl W. aus Venlo kommt „regelmäßig zum „Alk-Kauf“ nach Brüggen.
Foto: Nicole Gehring

Denkt auch Carl W. (55) aus Venlo: „Eine Steuer von 14 Prozent auf Alkohol ist viel. Und weil deutsches Bier so oder so besser schmeckt, komme ich rüber.“ Filialleiter Schmitz bestätigt: „Zum Wasser kaufen, kommen die Holländer nicht.“

Besonders gerne decke man sich eben mit Bier ein. Aber auch mit Schnaps und Wein. Schmitz: „Für den privaten Gebrauch gibt es ja keine EU-Vorgaben.“ So komme es oft vor, dass gleich zehn Kisten auf einmal gekauft würden.

Dass dieser enorme Bierimport keine Seltenheit ist, hat auch der niederländischen Brauerverband erkannt: Jedes zehnte Bier, das in den Niederlanden getrunken wird, ist in Deutschland gebraut worden.

Angekurbelt wird dieser Konsum auch von klugen Reiseunternehmern: Sie bieten jetzt extra Bustouren zum Bierkauf ins Rheinland an.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Düsseldorf
Ex-IDR-Chef Heinrich Pröpper in seinem Glanzstück, dem ISS-Dome in Rath.
Ex-IDR-Chef angeklagt
Schampus-Prozess: OB auf Zeugenliste

Heinrich Pröpper steht vor Gericht. Es ist ein Ermittlungsverfahren wegen Schampus-Geschenken an Politiker und gesponserter CDU-Feten.

Ein Bild des Schreckens: Die Kanzlei am Höherweg nach der Bluttat.
Für dieses Büro
ADAC will fünfstellige Abfindung

Nach dem Amoklauf will niemand aus seinem Büro zurück an den Ort des Schreckens. Doch der Vermieter, der ADAC, pocht auf den Mietvertrag.

Der Senior war auf einem E-Bike unterwegs (Symbolfoto).
E-Bike-Drama
Fahrer (73) stürzt vom Rad – tot!

Der Mann war auf der Münchener Straße mit seinem elektischen Fahrrad unterwegs, als es geschah - er starb in der Klinik.

FACEBOOK
EXPRESS Düsseldorf on Facebook
Düsseldorf-Galerien
EXPRESS Schlagzeiler
Kinoprogramm
Alle Neustarts diese Woche: Alle Filme von heute:
News aus Düsseldorf
Alle Videos
Fortuna-News