Die Verkehrsunfallbilanz für 2009 ist da! Erschreckender Fakt: Die tödlichste Gefahr in der Stadt geht von den Straßenbahnen aus. Bei Unfällen mit den Stahlmonstern starben letztes Jahr fünf Menschen.
Den 15. Juni 2009 werden die Mitglieder der russisch-orthodoxen Gemeinde aus der Eller Straße nie vergessen. An diesem Tag starb ihr Erzpriester Alexander Penkov. Er war in seinem Auto auf der Kreuzung Karl-Geusen-Straße/Kölner Straße mit einer Straßenbahn kollidiert. Das Auto wurde gegen einen Laternenmast geschleudert, der sechsfache Vater starb in dem Wrack.
Er ist einer von fünf Menschen, die im vergangenen Jahr bei Unfällen mit Straßenbahnen starben. Damit sind die Bahnen die tödlichste Gefahr auf Düsseldorfs Straßen!
Trösten kann einen nicht, dass die Zahl der Unfälle mit Straßenbahnen leicht rückläufig war. „Die größte Gefahr ist die Unaufmerksamkeit“, sagt Martin Vonstein, Leiter der Polizeidirektion Verkehr. Er präsentierte gestern den Unfallbericht 2009. Die guten Zahlen (so wenig Schwerverletzte wie noch nie, sinkende Unfallzahlen bei Kindern und Senioren) verblassen unter dem Eindruck der Straßenbahnunglücke.
Die Todes-Bilanz 2009:
11. März – Eine 54-Jährige Frau und ihr Verlobter auf der Kölner Landstraße von einer Bahn erfasst. Der Mann stirbt.
15. Juni – Das Auto von Alexander Penkov wird von einer Bahn gegen eine Laterne geschleudert.
19. Juli – Ein 80-Jähriger versucht am Graf-Adolf-Platz in eine anfahrende Bahn zu steigen, stürzt und stirbt.
7. September – Ein Radler (59) wird am Stresemannplatz von einer Bahn gerammt.
7. November – Einer Rentnerin (65) läuft auf der Grafenberger Allee vor eine Bahn.
„Wir arbeiten zusammen mit der Rheinbahn an Konzepten, um die Sicherheit zu erhöhen“, sagt Vonstein. Damit Düsseldorf nicht mehr die höchste Zahl an Straßenbahnunfällen in NRW hat!
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