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Spanier und Italiener erleichtert: „Düsseldorf ist unsere neue Hoffnung“

Sie haben neue Jobs bei der Arag-Versicherung (v.l.): Joaquin Formoso (27), Ilaria Longo (24), Daniele Izzo (24), Lara González (27), Federico Francolini (25), Ilaria Cittadini (24), Alessandro Lynn (28).

Sie haben neue Jobs bei der Arag-Versicherung (v.l.): Joaquin Formoso (27), Ilaria Longo (24), Daniele Izzo (24), Lara González (27), Federico Francolini (25), Ilaria Cittadini (24), Alessandro Lynn (28).

Foto:

Göttert

Düsseldorf -

Heute sehen wir junge Frauen und Männer, die schon Jobs haben. Teilweise richtig gute. Olé, die Karriere startet!

Gleich sieben junge Spanier und Italiener haben im Juli bei der Arag-Versicherung begonnen. Darunter Rechtsanwältin Lara González (27) aus Málaga und Joaquin Formoso (27) aus La Coruña, der Abschlüsse als Wirtschaftsingenieur und Betriebswirt hat.

Beide sagen: „Düsseldorf ist für uns die Chance!“ Formoso: „Wenn wir es hier schaffen, können wir danach immer noch woanders einen Job finden - auch in Spanien.“

Traumziel Düsseldorf. Jedes Vorstandsressort hat seit Juli einen der internationalen Trainees für 18 Monate. Ilaria Cittadini (24) hat im Bereich „Produkt und Innovation“ gleich einen Festvertrag bekommen. Glücklich wirken alle Neu-Düsseldorfer.

Betriebswirt Daniele Izzo (25): „Die Stadt ist wunderbar international.“ Federico Francolini (25), Betriebswirt aus Viterbo: „Und wir verdienen besser als in Italien, wo wir mit 1200 Euro nach Hause gehen würden. Dabei sind die Mieten hier günstiger als in Rom.“

In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit rund 20 Prozent, in Italien 40 Prozent, bei uns nur 5,8 Prozent.

Auch für medizinische Kräfte ist Düsseldorf jetzt ein Traumziel. Marta Gil Rojo ist Intensivpflegerin, war in Madrid fast zwei Jahre arbeitslos.

Jetzt arbeitet die 23-Jährige neu in der Uniklinik, spricht schon sehr gut Deutsch. „Mir gefällt es hier wunderbar. Ich mag die Oper und die Tonhalle, die Arbeit macht Spaß. Ich möchte auf Dauer bleiben.“

Nicht alle haben mit den Jobs so viel Glück. Ana Gomez (30) kommt aus der Extremadura, verkauft am Bolker Stern Würstchen: „Ich bin eigentlich Spanisch-Lehrerin“, sagt sie. Deutsch lernt sie bei der Arbeit. Sätze wie „Senf auf die Wurst?“ kann sie perfekt.

Die 30-Jährige: „Ich habe Heimweh, möchte erstmal nur drei Monate bleiben. Aber in Spanien gibt es ja keine Arbeit.“