Schon wieder K.o.-Tropfen-Alarm im Karneval: Nach fünf Fällen an Altweiber wurden am Montag allein an der Königsallee vier weitere Opfer gemeldet. Es war ein fieser Anschlag auf eine Gruppe feiernder Mädchen: Ein bislang Unbekannter hatte den Mädels Getränke ausgegeben. Vier junge Frauen litten schon kurze Zeit später unter Schwindelgefühlen und Übelkeit.
Zum Glück schafften es alle noch in die Unfallhilfsstelle der Johanniter an der Kö/Ecke Benrather Straße. Schon an Altweiber hatte es in Düsseldorf fünf Fälle gegeben, in denen K.o.-Tropfen eingesetzt wurden.
Unfassbar auch eine Attacke auf die Helfer an der Kö: Unbekannte warfen mit Böllern nach den Johannitern, ein 19-jähriger Helfer musste mit einem Knalltrauma ins Krankenhaus gebracht werden.
Insgesamt 153 Menschen wurden in den Unfallhilfsstellen behandelt, 63 Patienten mussten ins Krankenhaus gebracht werden, davon fünf in Begleitung des Notarztes. „Wir haben um 10 Uhr aufgemacht, da hatten wir schon die erste Alkoholleiche“, berichtet Nils Walter von den Johannitern.
Ein bisschen was zu lachen hatten die Johanniter trotzdem: „Hier sind drei Jecken im Kö-Graben schwimmen gegangen. Denen war danach zwar etwas kalt, aber sonst hatten die keine Probleme.“ Insgesamt mussten die Rettungsdienste zu 256 Einsätzen im ganzen Stadtgebiet.
Das Ordnungsamt achtete in diesem Jahr besonders auf den Jugendschutz. 270 Jugendliche wurden überprüft, 215-mal waren die Kontrollen „positiv“, der mitgebrachte Alkohol wurde weggeschüttet. Dazu knöpften die OSDler insgesamt 220 Wildpinklern Bußgelder ab.
Entlang des Zugweges mussten 35 Autos abgeschleppt werden – manche lernen es einfach nie. Die Polizei vermeldete zehn Festnahmen wegen Körperverletzung, vier alkoholisierte Randalierer landeten im Gewahrsam.
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