Sie gerät in Panik, sobald das Telefon klingelt. Zuckt zusammen, wenn sich die Tür ihres Krankenzimmers öffnet. Die 20-jährige Reyhan K. lebt in Angst.
Seit die bildhübsche Deutsch-Türkin vor drei Tagen von einem Komplizen ihres Ex-Freundes mit Schwefelsäure attackiert wurde (EXPRESS berichtete), ist nichts mehr, wie es vorher war.
„Meine Tochter steht immer noch völlig unter Schock. Sie ist in sich gekehrt. Ich erkenne sie gar nicht wieder“, berichtet Reyhans Mutter Güler K. (44).
Reyhans Gesicht wurde bei dem heimtückischen Angriff schwer verletzt. Die Wunden werden in einer Duisburger Spezialklinik behandelt. Früher posierte Reyhan gern für Fotos. Heute ist der Kopf der jungen Frau auf der rechten Seite rasiert, die Stelle ist mit braunen Flecken übersät, das rechte Ohrläppchen wurde regelrecht zerfetzt.
Ob das hübsche Mädchen jemals wieder so aussehen wird, wie vor dem Angriff – die Ärzte wollen sich noch nicht festlegen. „Dafür sei es noch zu früh“, so Mutter Güler.
Und Reyhan selbst? Sie schweigt zu den Vorfällen. Will keinen Besuch empfangen und mit niemandem über das Erlebte reden. Nicht mal mit ihrer Mutter.
„Ich bin natürlich immer bei ihr. Auch in der Silvesternacht habe ich an ihrem Bett gesessen“, so die völlig verzweifelte Mutter. „Reyhans Vater ist noch in der Türkei und kann uns nicht helfen.“
Verwandte müssen die 44-Jährige täglich zu ihrer Tochter bringen. „Ich kann in meiner Verfassung nicht selbst Auto fahren. Seit dem Angriff lebe ich in ständiger Angst um meine Tochter. Ich kann nachts nicht schlafen, bin in Gedanken immer bei ihr.“
Jetzt wünscht sich die besorgte Hildenerin nur noch eines: „Das meine Tochter so schnell wie möglich wieder ganz gesund wird und irgendwann wieder lachen kann.“
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