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Empfehlen | Drucken | Kontakt 14.03.2013 - 14:50 Uhr

Rotlicht-Prozess: Zwei Jahre für Ex-Helfer im Wollersheim-Puff

Von BARBARA KIRCHNER
Berti Wollersheim: Er kommt wahrscheinlich mit einem blauen Auge davon.
Berti Wollersheim: Er kommt wahrscheinlich mit einem blauen Auge davon.
Foto: dpa
Düsseldorf –  

Jahrelang war das Nachtleben im Rotlichtmilieu der Alltag von Frank M. (45 / Name geändert). Als ehemaliger Wirtschafter im Wollersheim-Bordell an der Rethelstraße geriet er in den Fokus der Ermittler.

Die observierten ihn, wie andere Verdächtige, und erwischten Frank M. beim Drogenhandel. Am Mittwoch wurde er deshalb zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt.

Als die Ermittler die spektakuläre Razzia an der Rethel- und Worringerstraße vorbereiteten, dachten sie, Frank M. wäre noch für Wollersheim tätig. Doch da hatte er sich längst los gesagt.

Frank M.: „Ich machte damals eine Umschulung zum Immobilienmakler, wollte mich selbstständig machen.“ Doch mit der staatlichen Unterstützung allein kam er nicht klar.

Also versorgte er einen ehemaligen Kunden, den er aus dem Puff kannte, mit Koks. Sowieso kein ungefährlicher Stoff. Als Streckmittel war hier noch ein Medikament zum Entwurmen von Tieren beigemischt.

Die Staatsanwältin: „Das hätte lebensgefährlich sein können.“ 8400 Euro verdiente sich Frank M. so dazu. Heute ist er selbstständig und muss auf das damals in seiner Wohnung sichergestellte Geld verzichten.

Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, weil er nicht vorbestraft ist.

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