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Empfehlen | Drucken | Kontakt 15.02.2013 - 15:24 Uhr

Rocker-Krieg: Sie prügelten sich mit Schneeschiebern

Von MARC HERRIGER
Die Duisburger Polizei nahm nach der Schlägerei in Rheinhausen drei Rocker vorübergehend fest.
Die Duisburger Polizei nahm nach der Schlägerei in Rheinhausen drei Rocker vorübergehend fest.
Foto: anc-news
Duisburg –  

Der Rockerkrieg am Niederrhein wird härter: Am Mittwochabend prügelten sich Mitglieder des neuen Clubs „Satudarah“ mit „Hells Angels“. Auch Rockerkönig Ramin Y. (24) mischte kräftig mit.

Es ist eine neue Entwicklung in der Rockerszene: Immer mehr Migranten streifen sich eine Kutte über. In Duisburg-Rheinhausen gründete sich 2010 der Club „Clown Town“. Mitglieder: Türken, Kurden, Libanesen. 2012 schloss sich der Club geschlossen dem MC „Satudarah“ (deutsch: „Ein Blut“) an – einer berüchtigten Rockergang aus Holland.

Im neu eröffneten Clubheim an der Friedrich-Ebert-Straße stieg am Mittwoch eine große Party – die jäh unterbrochen wurde. Die „Satudarah“-Rocker bekamen mit, dass sich in direkter Nachbarschaft in einer Spielhalle Mitglieder der Hells Angels aufhielten. Eine gezielte Provokation der Höllenengel.

Darunter auch Ramin Y. aus Leverkusen (Foto unten auf seiner Harley). Er führt die Hells Angels am Niederrhein an.
Darunter auch Ramin Y. aus Leverkusen (Foto unten auf seiner Harley). Er führt die Hells Angels am Niederrhein an.
Foto: EXPRESS

Die Migranten-Rocker stürmten zur Spielhalle, es kam zur Massenschlägerei – die etwa 20 Männer schlugen mit Baseballschlägern, Wagenhebern und sogar Schneeschiebern aufeinander ein. „Wir waren wegen der Party zum Glück sowieso schon vor Ort, konnten schnell dazwischengehen“, sagt ein Polizeisprecher.

Zwei Höllenengeln gelang in einem Auto die Flucht, sie lieferten sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei bis auf die A 40. Im Wagen: Rockerkönig Ramin Y. (24). Der Ex-Chef der „Bandidos“ Leverkusen war mit rund 150 Gesinnungsgenossen erst Ende des Jahres zu den „Hells Angels“ übergelaufen, gründete den Chapter „West Central“.

Nach wenigen Wochen löste sich der Club offiziell auf, um einem Verbot zuvorzukommen. Doch die Rocker sind weiter aktiv, kämpfen um die Vorherrschaft am Niederrhein gegen die „Bandidos“ und die mit ihnen verbündeten „Satudarah“.

In dem Wagen, in dem Ramin Y. saß, fand die Polizei zahlreiche Hieb- und Stichwaffen sowie Reizgas. Die Polizei befürchtet, dass der Rockerkrieg in Duisburg und Umgebung wieder an Härte zunehmen wird. Denn schon am Dienstag soll es in Rheinhausen zwischen den Gangs geknallt haben.

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