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Rheinbahn-Problem : "Wir verlieren vier Millionen Euro durch Schwarzfahrer"

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Rheinbahn-Chef Dirk Biesenbach
Rheinbahn-Chef Dirk Biesenbach
Foto: Gehring
Düsseldorf –  

Ticketpreise, Öko-Investitionen, Neubaupläne, Schwarzfahrer. Im EXPRESS-Interview spricht Rheinbahn-Chef Dirk Biesenbach (53) über alles.

Kürzlich wurden an einem Abend wieder über fast 400 Schwarzfahrer erwischt. Im letzten Jahr waren es knapp 57.000, 4000 mehr als 2011.

Kriegt die Rheinbahn das Problem nicht in den Griff?

Biesenbach: Wir arbeiten daran. Wir werden diese Schwerpunktkontrollen ausweiten. Um zu zeigen, dass man gefährlich lebt, wenn man ohne Ticket fährt. Deswegen würden wir ein höheres „erhöhtes Beförderungsentgelt“ begrüßen.

Stichwort Umweltschutz: Die Rheinbahn will jetzt wieder Batteriebusse anschaffen. Sind die Hybridbusse denn im Test durchgefallen?

Ja. Die Treibstoffersparnis lag bei 15 Prozent, die Busse waren mit rund 500 000 Euro aber doppelt so teuer wie herkömmliche. Wir wollen nun zwei moderne Batteriebusse testen, die gar keine Schadstoffe ausstoßen, und wir schaffen Leichtbaubusse an, die bei der Spritersparnis unschlagbar sind.

Das Kombiangebot „Mobil in Düsseldorf“ mit Carsharing, Leihfahrrad und Rheinbahnticket der Preisstufe A ist ein Flop, hört man …

Das stimmt bisher noch – leider! Das ist unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Wir wollen das aber nicht fallen lassen, bei den Preisen optimieren und flexibler gestalten.

Die neue Rheinbahn-Zentrale: Sie soll auf dem Betriebshof in Lierenfeld entstehen.
Die neue Rheinbahn-Zentrale: Sie soll auf dem Betriebshof in Lierenfeld entstehen.
Foto: Rheinbahn

Apropos Kosten: Ein Einzelticket kostet 2,50 Euro. Ist das nicht viel zu teuer, um Gelegenheitsfahrer zu überzeugen?

Je nachdem. Man kann für 2,50 Euro natürlich 90 Minuten lang quer durch die ganze Stadt fahren. Selbst das ist nicht kostendeckend, wir decken damit nur die Kosten für den Betrieb, aber nicht unsere Infrastrukturkosten. Doch viele Gelegenheitskunden kaufen Vierertickets, dann ist es günstiger. Und mit dem Abo ist es sofort viel günstiger als mit dem Auto.

Sie beschäftigen jetzt Studenten als Fahrer. Sollen so richtige Fahrer ersetzt werden?

Nein, die springen als Aushilfe ein, machen das auch sehr gut. Aber wir haben letztes Jahr 172 neue Fahrer fest angestellt. Wir bilden auch aus, weil es den Bedarf dazu gibt.

Die Rheinbahn will bald aus Oberkassel weg und nach Lierenfeld auf den Betriebshof ziehen. Warum?

Das Haus hier müsste saniert werden. Neu bauen ist aber fast immer günstiger als sanieren. In Lierenfeld auf dem Betriebshof können wir bauen. Und wenn wir das Grundstück hier gut verkaufen, finanziert das den Neubau. Das Projekt wäre kostenneutral.

Wird die neue Zentrale größer?

Ja, geringfügig. Wir werden mit 13533 Quadratmetern rund 3000 mehr haben als hier. Aber nur, weil auch die Leitstelle von der Heinrich-Heine-Allee umzieht. Ab 2016 sind dann viele unter einem Dach, die Wege sind nah – das ergibt große Synergieeffekte. Wir rücken näher zusammen!

Werden Sie Oberkassel, wo ringsum im Belsenpark schicke Neubauten und Geschäfte entstehen, vermissen?

Ich bin da emotionslos. Einige hadern. Aber ich bin sicher, dass Lierenfeld sich auch gut entwickelt.

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