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Rassismusskandal in der Düsseldorfer Altstadt: „Hausbar“-Türsteher zu Partygast: „Mein Name ist Hitler“

Chadha (Mitte) mit seiner Frau (l.) und seiner Cousine (r.), die extra für Karneval aus Großbritannien angereist war. Da waren sie noch in fröhlicher Partystimmung.

Chadha (Mitte) mit seiner Frau (l.) und seiner Cousine (r.), die extra für Karneval aus Großbritannien angereist war. Da waren sie noch in fröhlicher Partystimmung.

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privat

Düsseldorf -

Karneval feiern alle zusammen, egal woher sie kommen. Der gebürtige Düsseldorfer Rishi Chadha (33) musste eine andere Erfahrung machen.

Als er an Altweiber mit seiner Frau und seiner Cousine, die zu Besuch aus England war, in die Düsseldorfer „Hausbar“ wollte, habe man ihn nicht rein gelassen. Chadha: „Der Türsteher bat mich meine Maske abzunehmen.“

Als er dann bemerkte, dass Chadha aufgrund seiner indischen Wurzeln dunkelhäutig ist, habe er ihn gefragt, ob er ihn „verarschen“ wolle, da das ein Laden für Weiße sei.

Der Düsseldorfer, der zwei Jahre bei der Bundeswehr diente, war geschockt. Um sich bei der Sicherheitsfirma, die an diesem Abend im Einsatz war, zu beschweren, wollte Chadha den Namen des scheinbar angetrunkenen Türstehers erfahren.

Daraufhin habe der Sicherheitsmann geantwortet: „Mein Name ist Hitler.“ Ein Streit sei entfacht, woraufhin andere Mitarbeiter dazwischen gegangen seien und sich für ihren Kollegen entschuldigt hätten.

Zu wenig für Chadha: „Das kann ich so nicht hinnehmen. Ich wollte dem Mitarbeiter Gelegenheit geben, sich selbst zu entschuldigen.“ Das sei allerdings bisher nicht passiert.

Auch die „Hausbar“ und die Sicherheitsfirma reagierten vorerst nicht auf die Beschwerden Chadhas. Auf Nachfrage der „WZ“ äußerte sich der Rechtsanwalt der Bar: Bisher sei noch ungeklärt, welcher Mitarbeiter an dem Vorfall beteiligt war.

Die Firma nehme den Vorfall aber sehr ernst. Wenn der betroffene Mitarbeiter gefunden sei und sich der Vorfall bestätigt, werde selbstverständlich mit einer fristlosen Kündigung reagiert.

Chadha will trotzdem Anzeige bei der Polizei erstatten.