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Preise vorgeschrieben: Und das soll wirklich nur 10 Euro Miete kosten?

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Dieses exklusive Wohnprojekt entsteht zwischen 2013 und 2015 an der Schanzenstraße in Oberkassel. Künftig sollen Bauherren bei Projekten mit mehr als 100 Wohneinheiten (hier sind es 103) je 20 Prozent Sozialwohnungen und preisgünstige Wohnungen „einbauen“.
Dieses exklusive Wohnprojekt entsteht zwischen 2013 und 2015 an der Schanzenstraße in Oberkassel. Künftig sollen Bauherren bei Projekten mit mehr als 100 Wohneinheiten (hier sind es 103) je 20 Prozent Sozialwohnungen und preisgünstige Wohnungen „einbauen“.
MICHAEL KERST –  

Was ist eigentlich preiswerter Wohnraum in Düsseldorf? OB Dirk Elbers meint die Antwort zu kennen: 10 Euro pro Quadratmeter – und zwar kalt! Fragt sich, ob das alle Mieter in der Stadt wirklich für preiswert halten. Die Stadt will die Summe jedenfalls in einer neuen Quote für Wohnbauprojekte festschreiben.

Die neue Quote ist ein Kernpunkt des neuen Handlungskonzepts „Zukunft Wohnen.Düsseldorf“, das Elbers am Mittwoch den drei Ausschüssen für Wirtschaftsförderung, Wohnungswesen und Planung vorstellte.

Gibt sich engagiert: Oberbürgermeister Dirk Elbers.
Gibt sich engagiert: Oberbürgermeister Dirk Elbers.
Foto: Göttert

Und die Quote funktioniert so: Will ein Investor ein Bauprojekt mit mehr als 100 Wohneinheiten realisieren, schreibt die Stadt vor, dass 20 Prozent Sozialwohnungen sein müssen und weitere 20 Prozent „preisgedämpft“ – das sind dann die mit der 10-Euro-Miete. Das könnte eine ganze Menge von Bauherren treffen, denn laut Elbers sind allein kurz- und mittelfristig 10 900 neue Wohnungen „in der Pipeline“, langfristig sogar noch 2400 mehr.

Übrigens: Die Quote soll auch bei Eigentumswohnungen gelten, dann nicht mit einer festgeschriebenen Miete, sondern mit einem Quadratmeter-Kaufpreis von 2500 Euro. Immerhin: Die Summen sollen jeweils für zehn Jahre festgeschrieben werden.

Es gibt einen weiteren Quadratmeter-Preis, der durch das Konzept geistert – und der klingt tatsächlich schon preiswerter: 8,50 Euro. Die Miete gibt es aber nur strengen Bedingungen: Ein Investor bekommt (ohne Eigenkapital!) eine Finanzierung von der Stadtsparkasse – muss aber die „geringe“ Miete für zehn Jahre festschreiben.

Und wenn all diese Modelle nicht reichen? Dann setzt die Stadt auf die Nachbarschaft, die Zusammenarbeit mit den Kreisen Neuss und Mettmann. „Arme raus!“ kritisierten diesen Ansatz des Konzepts Demonstranten vor dem Rathaus. Elbers widerspricht: „In Erkrath und Meerbusch-Büderich wohnen nach meiner Kenntnis nicht nur arme Leute …“

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