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Polizei-Großaufgebot im Einsatz: Düsseldorf sagt #NoDügida: Rechte Demo wird zum Reinfall

Sie demonstrieren gegen den Auflauf der Rechtspopulisten vor dem Landtag.

Sie demonstrieren gegen den Auflauf der Rechtspopulisten vor dem Landtag.

Foto:

Classen

Düsseldorf -

Düsseldorf sagt Nein zu „Dügida“. Der geplante Aufmarsch der Gruppierung „Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlands“ wurde am Montagabend zum Reinfall. Nur wenige Hundert Teilnehmer kamen.

Die skandierten zwar Parolen wie „Wir sind das Volk“, doch großen Andrang gab es nur auf der anderen Seite der Absperrgitter. Rund 1100 Düsseldorfer kamen zu den Gegen-Demos, unter anderem in unmittelbarer Nähe zum Landtag auf dem Johannes-Rau-Platz, um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Die klare Ansage: „Mit rheinischer Toleranz gegen Ausgrenzung und Hysterie“.

Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel kam. Er stehe für ein weltoffenes Düsseldorf, in dem Menschen aufeinander zugehen, statt Ängste zu schüren, sagte er zu den Teilnehmern.

Zuvor hatte bereits der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) vor der rechtsgerichteten Gruppierung gewarnt. „Dügida“ biete Rechtsextremisten und Rechtspopulisten eine Plattform, sagte Jäger der „Rheinischen Post“. „Ihnen geht es ausschließlich darum, diffuse Ängste zu schüren und für die eigene Propaganda zu nutzen.“

#NoDügida: So ging es zu bei der Gegendemo
Hunderte Gegendemonstranten, ein großes Polizeiaufgebot: Bei der "Dügesa"-Demo gehen "Düsseldorfer gegen die Islamisierung des Abendlands" auf die Straße.

Besonders erfreulich: Es kam zu keinen Ausschreitungen. Die Polizei wollte unbedingt eine Eskalation wie bei der „HoGeSa“-Demo vor einigen Wochen in Köln verhindern. Gleich 1300 Polizisten aus NRW waren daher im Einsatz, um die Gruppen voneinander zu trennen – mit Erfolg.

Die Geschehnisse vom Abend gibt es hier im Ticker zum Nachlesen.

20.15 Uhr: Die „Dügida“-Kundgebung ist zu Ende. Die Fahnen werden eingepackt und die Teilnehmer machen sich so langsam auf den Heimweg. Wir verabschieden uns aus dem Ticker. Eine Zusammenfassung der Ereignisse – in Kürze auf www.express.de.

19.59 Uhr: Jetzt wird für kommende Woche am Montag eine weitere Kundgebung angekündigt, wir vermuten mal unter dem Schlagwort „Bogida“.

19.52 Uhr: Der „Dügida“-Hauptredner Alexander Heumann ist übrigens doch noch eingetroffen und spricht zu den Teilnehmern.

19.50 Uhr: Die Polizei bestätigt noch einmal, dass bislang alles unauffällig geblieben ist. Es gibt keine besonderen Vorkommnisse, Festnahmen oder Ähnliches.

Auch eine Gruppe von etwa 80 Personen, womöglich aus der Hooligan-Szene, die sich nach Beginn des Demozuges kurz nach 19 Uhr der „Dügida“-Demo angeschlossen hatte, ist bisher unauffällig geblieben.

19.41 Uhr: Hier ein paar Impressionen von der Gegendemo zu Beginn des Abends.

#NoDügida: So ging es zu bei der Gegendemo
Hunderte Gegendemonstranten, ein großes Polizeiaufgebot: Bei der "Dügesa"-Demo gehen "Düsseldorfer gegen die Islamisierung des Abendlands" auf die Straße.

19.33 Uhr: Der „Dügida“-Demozug ist wieder am Landtag angekommen. Bislang ist soweit alles friedlich, es gibt keine Festnahmen.

19.22 Uhr: Vom Düsseldorfer Anwalt und Afd-Mitglied Alexander Heumann, der als Hauptredner bei „Dügida“ auftreten sollte, ist übrigens nichts zu sehen. Sein Wortbeitrag scheint ins Wasser zu fallen.

19.07 Uhr: Bei „Dügida“ werden immer wieder Hetzsprüche gegen die Presse und Parolen wie „Wir sind das Volk“ gebrüllt.

19.00 Uhr: Eine halbe Stunde hat man darauf gewartet, dass noch mehr Leute bei „Dügida“ eintrudeln – mit mäßigem Erfolg. Nun setzt sich der Demonstrationszug in Bewegung.

18.57 Uhr: Wie die Kollegen vom WDR twittern, kommen selbst die „Dügida“-Leute mit dieser merkwürdigen Abkürzung nicht zurecht.

18.50 Uhr: Wo sind die nur? Das fragt sich auch Bundestagsabgeordneter Volker Beck (Grüne).

18.42 Uhr: Interessanter Besuch bei den Rechten von „Dügida“. Der Putin-freundliche russische Sender Russia Today, der seit kurzem auch einen deutschen Ableger hat, ist mit einem Team vor Ort und interviewt Teilnehmer der rechten Kundgebung.

18.34 Uhr: Auch die Politiker beziehen klar Stellung gegen „Dügida“. Oberbürgermeister Thomas Geisel ist vorbeigekommen, spricht als Gegner auf der Gegendemonstration. In Düsseldorf sei kein Platz für das Schüren von Ängsten. An den Fenstern des Landtags wurden Plakate aufgehangen. Die Botschaft: „Wir sind alle NRW.“

18.27 Uhr:Hier am Landtag bei der rechten Demo werden es wohl nicht mehr als 300 Leute werden. Es gibt kaum Zulauf, berichtet unser Reporter vor Ort. Bis zu 2000 waren angekündigt worden. Um 18.30 Uhr sollte es losgehen. Die Lage bleibt ruhig, die Polizei hat alles im Griff.

Großes Polizei-Aufgebot wegen „Dügida“-Demo
Am Montagabend marschieren bei der "Dügida"-Demo Rechte durch Düsseldorf. Hunderte versammelten sich zur Gegendemonstration.

18.20 Uhr: So sieht es auf der anderen Seite bei den Rechten aus. Etwa 300 Leute stehen bislang hinter den Absperrgittern. Viele haben Deutschland-Flaggen dabei.

18.12 Uhr: Kreative und klare Ansage an die Rechtspopulisten:

18.07 Uhr: Auch auf Twitter ist die rechte Demo Thema, dort aber vor allem unter dem Hashtag #NoDügida. Die Düsseldorfer machen deutlich, was sie von dem Auflauf halten.

17.57 Uhr: Offiziell beginnt die Gegendemonstration erst um 18 Uhr, schon jetzt haben sich aber viele auf dem Johannes-Rau-Platz versammelt, um gegen die rechte Propaganda-Verantaltung zu demonstrieren. Dort verläuft alles friedlich, die Demonstranten sind sehr kooperativ. Die Polizei kann die Lage entspannt verfolgen.

Getrennt durch Absperrgitter haben sich vor dem Landtag unterdessen auch die ersten „Dügida“-Anhänger eingefunden. Es sind bei weitem noch nicht so viele, wie angekündigt worden waren, knapp 200 Leute sind bislang da.

+++ Polizei vorbereitet +++

17.43 Uhr: Die Polizei rechnet mit bis zu 750 unangemeldeten Teilnehmern, die sich den linken oder rechten Demonstranten noch anschließen könnten. Durch Absperrgitter soll ein Zusammentreffen der Gruppen verhindert werden. Zudem will man nicht zulassen, dass sich kleinere Gruppen bilden, die ihr eigenes Ding machen und so Unruhe stiften.

Die Polizei geht von einem friedlichen Verlauf aus, völlig auszuschließen seien Ausschreitungen jedoch nicht. Zudem wurde noch einmal betont, dass Glasflaschen, Alkohol und Nazi-Symbole auf der „Dügida“-Demo verboten sind.


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