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Parkhaus-Phantom geschnappt: Automarder kam mit der Steinschleuder

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Polizeisprecherin Susanna Heusgen zeigt die Steinschleuder, die der Täter benutzt hatte.
Polizeisprecherin Susanna Heusgen zeigt die Steinschleuder, die der Täter benutzt hatte.
Foto: M. König
Düsseldorf –  

Der Autoknacker vom neuen „Quartier Central“ auf dem ehemaligen Güterbahnhof Derendorf ist gefasst. Die Anwohner können aufatmen. Stolz präsentierte am Freitag die Polizei ihren Ermittlungserfolg.

Lang war seine Anreise zum Tatort: Fast 600 Kilometer fuhr der 29-jährige Täter aus London nach Düsseldorf – um bei uns die Autos aufzubrechen.

„Dieser Mann ist ein Vollprofi“, sagt Jürgen Franke von der Polizei Düsseldorf. „Und er war nicht zum ersten Mal bei uns. In den letzten zwei Jahren kam er regelmäßig nach Deutschland – immer für zwei oder drei Tage – und verschwand dann wieder. An diesen Tagen brach er in mehrere Fahrzeuge ein“.

Bereits 30 Mal schlug er alleine in den Tiefgaragen auf der Schinkelstraße in den vergangenen Wochen zu.

Für den Täter war es ein lukratives Geschäft. Mit dem Diebstahl von Airbags und Navis konnte der Mann, der im Baltikum geboren ist und nun seit einigen Jahren in London lebt, sich ein luxuriöses Leben leisten. Er besitzt in London eine Eigentumswohnung. Nach Düsseldorf kam er mit einem Mercedes C-Klasse-Coupé. „Er sah mehr wie ein Geschäftsmann aus und nicht wie ein Dieb“, so Franke. Dass der Mann ein Vollprofi ist, zeigt seine Vorgehensweise.

Unter anderem fand bei ihm die Polizei eine Steinschleuder. Aus einiger Entfernung zerschoss er erst die Scheiben eines Autos und wartete dann ab. Erst zehn Minuten später spazierte er am Auto vorbei. Das sah dann ganz zufällig aus. Die Steinschleuder versteckte er zuvor in einem Gebüsch. So hätte die Polizei – falls sie ihn festnehmen sollte – keine Beweise gegen ihn gehabt.

So schnappte ihn die Polizei

Wochenlang ermittelten die Polizisten verdeckt im „Quartier Central“, um den Täter zu fassen. Wenn es dunkel wurde, trugen die Fahnder Nachtsichtgeräte – und warteten darauf, dass der Dieb einen Fehler machen würde.

Ihr Einsatz wurde in der Nacht zum 17. Juli belohnt: Gegen 2.30 Uhr hörten sie Geräusche in der Nähe der Lüftungsschächte auf der Schinkelstraße 19. Hier schlug der Täter schon in der Vergangenheit mehrmals zu. Bereits zuvor vermuteten die Ermittler, dass durch diese Lüftungsschächte der Dieb in die Tiefgaragen einsteigt. Blitzschnell schlugen die Polizisten zu: Der 29-jährige Täter war so überrascht, dass er keinen Widerstand leistete.

In seiner Tasche fanden die Beamten, neben den Tatwerkzeugen einen Airbag. Er stammte aus einem BMW, der auf der Prinz-Georg-Straße geparkt war. So liegen den Ermittlern jetzt auch wichtige Beweismittel gegen den Verdächtigen vor.

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