Er gab sich bei der Polizei als guter Samariter und als Opfer aus. Bis sich herausstellte: Bei dem hilfsbereiten Nachbarn handelte es sich um einen brutalen Messerstecher, der eine 82-Jährige lebensgefährlich verletzt hatte.
Als die Polizei am Freitagnachmittag einen Notruf aus einem Mehrfamilienhaus am Mintarder Weg in Lichtenbroich erhielt, ahnten die Beamten noch nicht, welch mieses Spiel sie dort erwarten würde.
Ein 47-Jähriger hatte am Telefon berichtet, seine 82-jährige Nachbarin blutüberströmt in ihrer Wohnung aufgefunden zu haben. Jemand hatte der Seniorin mit einem Messer ins Gesicht gestochen, sie außerdem brutal zusammengeschlagen. Beim Versuch, der Frau zu helfen, sei auch er von dem Unbekannten verletzt worden, bevor dieser die Flucht ergriff.
Bei den anschließenden Vernehmungen wurden die Beamten allerdings stutzig: Der Nachbar verstrickte sich immer mehr in Widersprüche. Bei der Untersuchung des Mannes im Krankenhaus stieß die Polizei schließlich auf ein blutverschmiertes Messer.
Nach seiner Verhaftung gestand der Mann die Tat. Die Seniorin hatte ihm mehrere Hundert Euro geliehen, die er am Tattag zurückzahlen sollte. Stattdessen überfiel der Nachbar die alte Frau heimtückisch von hinten in ihrer Wohnung.
Die Frau schwebt mittlerweile zum Glück nicht mehr in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen versuchten Mordes.
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