Nach 53 Ehejahren brachte der Ratinger Richard T. (77) seine schwer kranke und pflegebedürftige Frau mit dem Messer um (EXPRESS berichtete). Unter Tränen gestand er jetzt, warum er zustach und Marlene (79) sterben musste. Er habe seine Lebenssituation einfach nicht mehr aushalten können.
Monatelang hatte Richard T. seine Frau gepflegt. Sie war so krank, dass sie sich kaum noch regen konnte. Besonders schlimm war für ihren Mann: Die Säuberung des künstlichen Darmausgang. Weinend erklärte der Rentner, wie ekelig das war.
Doch von Dankbarkeit bei seiner Frau keine Spur. Statt dessen gab es immer aufs Neue schwere Vorwürfe: „Du lässt mich wieder allein.“ Richard T. widersprach dem in seinem Geständnis: „Das stimmt überhaupt nicht – ich war immer für sie da. Habe meine eigenen Probleme immer zurückgestellt.“ Auch dass er durch sein eigenen Rückenleiden die Pflege seiner Frau kaum noch bewältigen konnte.
Und dann der Tag der furchtbaren Tat: Als Marlene schlafend im Bett lag, griff er zu einem Küchenmesser und durchtrennte der hilf- und ahnungslosen Frau die Kehle. Später versuchte er, sich selbst ebenfalls das Leben zu nehmen, die Pulsadern auf zu schneiden. Doch er scheiterte.
Schließlich rief er seinen Sohn an und gestand, was er getan hatte. Dann legte sich zu seiner toten Ehefrau aufs Bett. Dort wartete er auf das Eintreffen der Beamten.
Der Mordprozess wird fortgesetzt.
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