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Lebenslange Sperre : Schiedsrichter-Chef hofft auf Abschreckung

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Lebenslang eine Rote Karte
Lebenslang eine Rote Karte
 Foto: dpa (Symbolfoto)
Krefeld –  

Lebenslange Sperre! Der Krefelder Kreisliga-Kicker Zafer K. (26) darf nach einem Urteil der Fußball-Spruchkammer Krefeld/Kempen nie wieder in einem Fußball-Spiel unter Wettkampfbedingungen mitmachen.

Weil er einen Schiedsrichter erst beleidigt („Was pfeifst du da, du Spinner!!“) und dann geschlagen hatte. Und Wiederholungstäter war.

Das ist ein nach meiner Kenntnis einmaliges Urteil“, sagt Andreas Thiemann, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im Fußballverband Niederrhein. „Ich begrüße es, weil es eine Individualstrafe ist und nicht die ganze Mannschaft trifft.“

Doch wie ist das mit der Signalwirkung? Thiemann: „Ich hoffe sehr, dass das abschreckt und lange in den Köpfen bleibt. Die Brutalität auf den Plätzen nimmt zu. Es geht nicht nur um Extremfälle wie diesen. Es geht vor allem um verbale Gewalt, die eben nicht dazu gehört, wie viele flapsig meinen. Und Leute, die mit Fäusten spielen, haben im Fußball gar nichts verloren.“

Thiemann spricht nicht nur im Interesse der rund 2800 Schiedsrichter, die es zwischen Düsseldorf und Kleve noch gibt. „Das muss auch Zuschauer und Aktive angehen, dass die Gewalt aufhört.“

K. hatte seinen Ausraster bereut, will mit dem aktiven Fußball nun aufhören. Seine Mannschaft, der A-Kreisligist Anadolu Türkspor, hat sich entschuldigt - und vom Spielbetrieb abgemeldet.

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