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Krisenstab gebildet: OPs verschoben! Hacker-Angriff legt Lukaskrankenhaus Neuss lahm

Lukaskrankenhaus Neuss

Ein Hacker-Angriff hat das Lukaskrankenhaus in Neuss lahmgelegt.

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Lukaskrankenhaus Neuss

Neuss -

Ein Hacker-Angriff hat Hunderte Rechner im OP- und Patientenbereich des Neusser Lukaskrankenhauses lahmgelegt! Die Klinikleitung hat einen Krisenstab gebildet, ließ Virus-Experten einfliegen, hat alle Operationen verschoben. 

Notstand ausgerufen

Das Lukaskrankenhaus an der Preußenstraße hat rund 500 Betten. Betroffen von dem Hacker-Angriff ist auch die dem Lukaskrankenhaus angeschlossene Rheintor-Klinik in der Hafenstraße (Orthopädie, Neurochirurgie). Klinik-Chef Dr. Nicolas Krämer hat intern den Notstand ausgerufen. 

Ulla Dahmen, Sprecherin des Krankenhauses zum EXPRESS: „Eine Katastrophe für jede Klinik. Aber wir haben die Lage den Umständen entsprechend im Griff.“ 

IT-Experten arbeiten ohne Pause

Seit Mittwoch versuchen IT-Experten, die auch aus Frankfurt und London eingeflogen wurden, den Virus unschädlich zu machen. Das Problem an dem Virus ist, dass er ständig seinen Code ändert, schwer zu fangen und zu knacken ist.

Alle Herzoperationen verschoben

Die Klinik hat alle befallene Systeme heruntergefahren und so auch die sensiblen Patientendaten geschützt. Im hochtechnologischen und weitgehend digitailisiertem Bereich der Herzoperationen wurden alle Eingriffe verschoben.

Der Schad-Virus gelangte durch das Öffnen eines E-Mail-Anhangs in das IT-System der Klinik und verseuchte Hunderte Rechner.