Er galt als einer der charismatischsten Vertreter seiner Zunft und prägte als „Medien-Papst“ ein ganz neues Bild als Pontifex: Papst Johannes Paul II., der Vorgänger von Benedikt XVI., starb 2005.
Jetzt wird ihm eine besondere Ehre zuteil: Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat für die Kapelle im Kolpinghaus das Patronat „sel. Papst Johannes Paul II.“ bestimmt. Heißt: Am Sonntag, den 3. Februar um 18 Uhr erhält die Kapelle des Kolpinghauses in der Karlstadt einen neuen Namen.
Weihbischof Dominikus Schwaderlapp wird dann in einer feierlichen Konsekration die Kapelle nach Johannes Paul II. benennen. Vorher wird die Kapelle mit Werken des Düsseldorfer Künstlers Bert Gerresheim ausgestattet.
Welchen Stellenwert die Benennung für Katholiken hat, verdeutlicht der Theologe Manfred Becker-Huberti: „Es kommt nicht oft vor, dass ein Gotteshaus nach einem Papst benannt wird. Das eine Kirche oder Kapelle nach Johannes Paul benannt wird, ist sogar äußerst selten. In unserem Erzbistum Köln dürfte das einzigartig sein.“
Ein Gotteshaus darf ausschließlich nach Heiligen beziehungsweise Seliggesprochenen benannt werden. Johannes Paul II. erhielt seine Seligsprechung am 1. Mai 2011 durch den amtierenden Papst Benedikt XVI. Als das dafür erforderliche Wunder galt die Spontanheilung der Ordensschwester Marie Simon-Pierre von der Parkinson-Krankheit.
Johannes Paul II. selbst tat sich mit Heilig- und Seligsprechungen nicht sonderlich schwer. Der gebürtige Pole sprach während seiner Amtszeit (1978–2005) insgesamt 482 Menschen heilig und 1338 selig – doppelt so viele wie alle seine Vorgänger zusammen.
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