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Justiz ausgetrickst Rapper dreht Skandalvideo im Landgericht

Rapper KC Rebell bei Videoaufnahmen im Wuppertaler Landgericht.

Rapper KC Rebell bei Videoaufnahmen im Wuppertaler Landgericht.

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Youtube Lizenz

Wuppertal -

„Voll krass, geil, Alter“, jubeln seine Fans. Dumm gelaufen, stöhnt das Landgericht in Wuppertal. Das hat jetzt nämlich die Ar...karte

Rapper KC Rebell (25, bürgerlich Hüseyin Köksecen) und sein neues Musikvideo. Es ist eine bizarre Show, die der Essener mit kurdischen Wurzeln da abliefert. „Anhörung“ heißt sein Song. Darin rechnet er mit der deutschen Justiz ab, beleidigt Richter („Fick die Richter, nur Gott kann mich richten“), lässt vermummte Männer schwer bewaffnet einen Gerichtssaal stürmen.

Und wo wurde das gewaltverherrlichende Musikvideo gedreht? Ausgerechnet in einem Sitzungssaal des Wuppertaler Landgerichts! Ganz kalt erwischt. Da führen wir das Gericht mal vollgeil hinters Licht.

So soll’s laut Gerichtspressesprecherin Kerstin Planken gelaufen sein: „Wir haben vor Erteilung der Drehgenehmigung nach dem Inhalt des Projektes gefragt. Die Produktionsfirma hat uns erklärt, dass sich der Künstler im Rahmen einer fiktiven gerichtlichen Anhörung zu seinem Werk äußern wolle.“

Das hat er dann ja auch aufs Heftigste getan. Und das Landgericht ist jetzt um eine Erfahrung reicher.

Planken: „Die wirkliche inhaltliche Ausführung des Videos wurde dem Gericht verschleiert. Wäre dem Landgerichtspräsidenten die tatsächliche Konzeption bekanntgewesen, hätte er keine Drehgenehmigung erteilt.“ Zu spät. Immerhin: Das Gericht prüft jetzt rechtliche Schritte.

KC Rebell, strenggläubiger Muslim, sieht’s locker: „Ich habe einen Actionfilm gedreht, um meine Musik zu verkaufen. „Wenn ich nach meinem Glauben lebe, bin ich mit dem Recht in Einklang.“

Hoffentlich glaubt das auch Rapper-Kollege Sido. Den beschimpft KC Rebell in seinem Song als „Junkie“, der die Kids fehlleitet.