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Empfehlen | Drucken | Kontakt 21.12.2012 - 19:55 Uhr

Interview mit dem Schauspieler: Gennadi Vengerov: Filmstar ohne Allüren

Von NATHALIE RIAHI
Filmstar ohne Allüren: Gennadi Vengerov (r.) gönnt sich im  „Beluga“ mit dessen Besitzer und Koch Slava Baraev Wodka und russische Spezialitäten.
Filmstar ohne Allüren: Gennadi Vengerov (r.) gönnt sich im „Beluga“ mit dessen Besitzer und Koch Slava Baraev Wodka und russische Spezialitäten.
Foto: Bernd Obermann
Düsseldorf –  

Er hat in Produktionen wie „Manta – Der Film“, „Der Schattenmann“, „Anatomie“, „Männerpension“, „Hotel Lux“, „Der Seewolf“, „Erkan & Stefan“ und „Das Vermächtnis der Wanderhure“ mitgespielt. In etlichen Krimis wie im „Tatort“ war er schon zu sehen.

Er drehte mit Jude Law für „Duell - Enemy at the Gate“ und im Sommer feierte seine aktuellste Kinoproduktion „Soldiers of Fortune“ in Hollywood Premiere, in der er eine Hauptrolle neben Kollegen wie James Cromwell, Christian Slater und Sean Bean spielt. Am 25. und 26. Dezember ist er an der Seite von Jan Josef Liefers, Katja Riemann und Jessica Schwarz in dem ARD-Zweiteiler „Baron von Münchhausen“ in einer der Hauptrollen zu sehen.

Gennadi Vengerov (53) gehört seit über 20 Jahren zu den markantesten Charakterköpfen im deutschen Film und Fernsehen. Vor allem in Bösewicht-Rollen sieht man ihn hierzulande oft. Doch was kaum einer weiß: Er lebt seit 22 Jahren ganz entspannt und bescheiden ohne Star-Allüren in Düsseldorf. Und böse ist er ganz und gar nicht …

EXPRESS traf den Flingeraner mit russischen Wurzeln im „Beluga“ an der Grafenberger Allee, seinem Lieblingsrestaurant. „Als wir aus Sowjetrussland raus wollten, haben wir überlegt, wohin. Es lag am schönen Klang des Namens Düsseldorf, dass wir hier gelandet sind“, so Vengerov, der in Russland zu den größten Film- und TV-Stars zählt.

Dort ist er zudem als Sprecher sehr aktiv. So ist er die russische Stimme von „Porsche“, von „Aeroflot“ und der russischen Eisenbahn.

Gennadi Vengerov auf der Grafenberger Allee.
Gennadi Vengerov auf der Grafenberger Allee.
Foto: Bernd Obermann

„Ich mag Russland. Aber meine Lieblingsheimat ist Düsseldorf. Hier liegt mein Vater begraben, viele Verwandte und Freunde leben hier.“ Dazu zählt auch „Beluga-“Chef Slava Baraev (43). In Russland ein bekannter TV-Koch. „Seine Feste im Beluga sind legendär. Hier werde ich wieder das russische »alte-neue Jahr« am 13. Januar feiern“, so Gennadi Vengerov, dessen russischen Akzent man nicht hört.

Dabei sprach er, als er 1990 hier ankam, kaum ein Wort Deutsch. Dennoch war der diplomierte Schauspieler sechs Tage nach seiner Ankunft schon am Schauspielhaus engagiert. Fünf Jahre spielte er danach unter Leander Haußmann am Bochumer Schauspielhaus.

Als er 1991 sein deutsches Kinodebüt in „Manta – Der Film“ gab, ging es Schlag auf Schlag. Seitdem hat er 126 Filme gedreht, darunter gut 80 deutsche Produktionen.

Besonders freut ihn, dass er nun erstmals mit Jan Josef Liefers arbeiten durfte. „Wir sind seit 30 Jahren eng befreundet. Ich war es übrigens, der ihm seine erste Frau vorgestellt hat, mit der er Tochter Paulina hat.“

Am 10. Januar feiert seine neueste Kino-Produktion Premiere. In „Der Schlussmacher“ von und mit Matthias Schweighöfer spielt er einen russischen Oligarchen. „Eine saulustige Rolle!“

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